Sechs- bis achtmal im Jahr geben wir einen Newsletter heraus. Darin findet Ihr Veranstaltungs- und Literaturhinweise sowie aktuelle Infos zu unserem Angebot und zu verschiedenen Themen rund um den Veganismus (und was uns sonst noch berichtenswert erscheint).

Bitte schreibe uns eine kurze Mail, wenn Du den Newsletter abonnieren möchtest.


Der aktuelle Sondernewsletter vom 06.09.2017

Liebe Leute auf dem Dr. Pogo Newsletter, diesmal senden wir Euch eine mono-thematische Rundmail.

Sie kann gern im kleinen Kreis gestreut werden, aber bitte nicht über andere Verteiler schicken: Zu einem baldigen Termin (möglichst zum 1. November, auf jeden Fall noch dieses Jahr) suchen wir ein neues Mitglied im Dr. Pogo Veganladen-Kollektiv.

Die Arbeit beinhaltet den Schichtbetrieb im Laden, Kund_innenbetreuung, aktive Teilnahme an Plena und AGs sowie diverse Selbstverwaltungstätigkeiten. Spätschichten bis 21.30 Uhr und Arbeit am Wochenende sollten für dich kein Problem darstellen. Du solltets bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, dich in Kollektiv-Prozesse einzubringen und dir neue Kenntnisse und Fähigkeiten zu erarbeiten. Die Wochenarbeitszeit wäre im Bereich 20 bis 30 Stunden die Woche. Wir wünschen uns, dass du eine langfristige Perspektive im Kollektiv suchst.

Bestenfalls hast du schon Erfahrungen mit selbstverwalteter bzw. kollektiver Arbeitsweise gemacht. Aber auch eine gewisse Warenkenntnis zu veganen und Naturkost-Lebensmitteln und Lust auf Kund_innenkontakt sollten vorhanden sein. Wir freuen uns über Bewerber_innen, die Erfahrungen mit Einzelhandel, der Naturkost-Branche oder Betriebswirtschaft (ggf. Buchhaltung) mitbringen. Dies ist aber kein Muss.

Wir suchen explizit nach Personen, die keine Cis-Männer sind. Wichtig ist uns außerdem, dass du vegan lebst und dem Tierbefreiungsgedanken positiv gegenüber stehst.

Wenn wir dein Interesse geweckt haben, schicke bitte eine E-Mail an kontakt@veganladen-kollektiv.net. Eine formelle Bewerbung mit Lebenslauf und Foto wird nicht erwartet. Wichtiger ist, dass du uns schreibst, was du bisher gemacht hast, was du dir unter Arbeit in einem Kollektiv vorstellst und warum du bei uns arbeiten möchtest.

Einsendeschluss für eure Interessensbekundungen ist der 30.09.2017.

Also bis dann mal,

Euer Veganladen-Kollektiv

 

Der Newsletter vom 10.08.2017

Aus dem Laden
    - Unsere Preispolitik
    - Nach der Umfrage – wir antworten auf Eure Fragen. Nicht-vegane Biolandwirtschaft im Allgemeinen und Demeter-Verband, Anthroposophie und spirituell/esoterisch geprägte Lebensmittel in der Naturkostbranche im Speziellen
   
Außerdem
      - Crowdfunding-Kampagne des Vereins Biozyklisch-Veganer Anbau e.V.
   
Und last but not least...
- Neue Produkte - z.B. loser Quinoa aus Deutschland!

Aus dem Laden

Unsere Preispolitik

"Ihr seid viel günstiger als andere Bioläden!", "Bei Dr. Pogo sind die Preise zu hoch!" - solch widersprüchliches Feedback bekommen wir immer wieder. Deswegen möchten wir kurz erläutern, wie wir unsere Preise gestalten und welche Faktoren uns dabei wichtig sind.

Unser Laden verfolgt zwei wichtige Ziele: die Schaffung von selbstverwalteten Arbeitsplätzen für die Mitglieder des Kollektivs sowie die Versorgung unserer Kundschaft mit einem vielfältigen Angebot an veganen Lebensmitteln - und das zu fairen Preisen. "Faire Preise" müssen dabei nicht nur fair für euch Kund*innen sein, sondern auch für Produzent*innen und schließlich für uns selber. Denn wir leben von unserer Arbeit; entgegen der Behauptungen, die wir ab und an von Leuten, die unseren Laden (noch) nicht gut kennen hören, arbeiten wir hier nicht ehrenamtlich - "not for profit" (und das sind wir) heißt nicht unbedingt ohne Bezahlung.

Die Mehrheit unserer Produkte ist auch biozertifiziert, teilweise stammen sie aus Kleinproduktion, Kollektivbetrieben und Manufakturen. Handarbeit wird immer mehr kosten als Massenproduktion; Biolandwirtschaft ist im Vergleich zur konventionellen Produktion arbeitsintensiver. Die unverpackten Produkte, die uns so wichtig sind, benötigen leider auch mehr Arbeit und Aufmerksamkeit als abgepackte Äquivalente - nicht ohne Grund haben sich luftdichte Verpackungen in der Lebensmittelindustrie so gut etabliert.

Allerdings ist es uns ein Anliegen, dass alle sich den Einkauf bei uns leisten können. Wir gestalten unser Angebot dementsprechend: Es gibt z.B. günstige Bio-Tomaten aus Spanien und teurere Bio-Tomaten aus der Region; günstiges Bio-Olivenöl und solches aus einer anarchistischer Kooperative, die politische Projekte unterstützt - Beispiele könnte man viele aufzählen. Unverpackte Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Getreide, Müsli etc. bieten wir bei Abonnierung der Pogokarte mit 20% Rabatt an - bei einem frei wählbaren monatlichen Betrag, der fuer die Karte anfällt. Dieses solidarische Element soll ermöglichen, ein Stück weiter in die Richtung zu schreiten, dass niemand auf gute Lebensmittel verzichten muss. Unsere Preise bei abgepackten Produkten richten sich generell nach der UVP (unverbindliche Preisempfehlung) der Produzent*innen.

Von daher bitten wir um Verständnis, dass, obwohl wir für alle zugänglich sein wollen, wir keine Discounterpreise anbieten können und es auch nicht wollen. Unterstützt uns weiter durch Pogokarten, durchs im Freund*innenkreis erzählen, vorbeikommen... Nur mit euch können wir diesen spannenden Weg weiter gehen!


Nach der Umfrage – wir beantworten Fragen.
Nicht-vegane Biolandwirtschaft im Allgemeinen und Demeter-Verband, Anthroposophie und spirituell/esoterisch geprägte Lebensmittel in der Naturkostbranche im Speziellen

Wir bekommen immer mal wieder Rückmeldungen von Kund*innen zum Thema Demeter-Verband, demeterzertifizierte Lebensmittel oder allgemein zum Thema Esoterik/Spiritualität. Manche von Euch freuen sich, endlich einen „Bioladen“ gefunden zu haben, der keine esoterischen Heftchen auslegt, andere ziehen einen Tofu aus dem Regal, um an der Kasse voller Entsetzen das Demeter-Siegel darauf zu entdecken und sich für einen anderen Tofu zu entscheiden. Daraus entspinnt sich schon mal das eine oder andere kritisch-politische Gespräch über Anthroposophie und unvegane Praktiken in Demeter-Betrieben. Andere von Euch sind mit Siegeln, Landwirtschaftsverbänden und den ökologischen Weltanschauungen dahinter weniger vertraut. Sowohl für Kritiker*innen, als auch für die nicht so weitgehend informierten unter Euch könnte spannend sein, wie wir zum Demeterverband stehen und warum auch wir einige Demeterprodukte haben.

Bei unserer Ladengründung stand fest, dass wir ein Veganladen werden; zusätzlich setzten wir eine hohe Priorität auf kollektiv erzeugte, biologische, fair gehandelte und regionale Produkte (bzw. Produkte mit möglichst kurzem Lieferweg). Wir können jedoch nur das verkaufen, was andere produzieren. Die Entscheidung, ein Laden mit Naturkostbasissortiment zu sein, bringt mit sich, dass viele dieser Bioprodukte mit Hornmehl und -spänen, Schweineborstenpellets und diversen Formen tierischer Exkremente gedüngt werden. Egal ob das Produkt das EU-Biosiegel trägt oder ob es zusätzlich von einem Bio-Anbauverband (z.B. Bioland, Naturland, Demeter, Gäa usw.) zertifiziert wurde; Düngung mit allem möglichen „vom Tier“ ist zur Zeit noch bei der Produktion annähernd aller Bioprodukte der Standard.

Eine Besonderheit unter den Bio-Verbänden ist der Demeter-Verband, der dem anthroposophischen Weltbild Rudolf Steiners folgt. Die Anthroposophie ist (nicht nur unter Linken) sehr umstritten.

Wir möchten kurz erklären, warum unter Bio-Konsument*innen, welche Esoterik nicht neutral bis positiv einordnen, Demeterprodukte oft als die „besseren“ Bio-Produkte gelten. Für Demeter-Höfe ist vorgeschrieben, dass der Anbau von Obst und/oder Gemüse mit „Tierhaltung“ verbunden ist. Denn durch die Ernte von Obst, Gemüse und Getreide wird dem natürlichen Nährstoffkreislauf etwas entnommen. Durch das Einbringen von Dung und Gülle der „eigenen“ Tiere werden genau diese Nährstoffe wieder zugeführt, der Nährstoffkreislauf schließt sich und – was der Anthroposophie besonders wichtig ist – ein landwirtschaftlicher Betrieb schließt diesen „natürlichen“ Kreislauf quasi autark mit den eigenen landwirtschaftlichen Mitteln. Dies darf auch durch Kooperation einer reinen Demeter-Gemüsegärtnerei mit einem demeterzertifizierten sog. „Milchbetrieb“ passieren; Hauptsache, die Betriebe befinden sich in unmittelbarer geographischer Nähe zueinander. Die Idee dahinter ist erstmal ökologisch sinnvoll. Denn genau so hat Landwirtschaft in den letzten paar tausend Jahren höchstwahrscheinlich überall funktioniert, bevor durch die Erfindung des Haber-Bosch-Verfahrens der sog. Kunstdünger (=Mineralsalzdünger) eingeführt wurde und damit die konventionelle Landwirtschaft „erfunden“ war.

Zur Erhaltung der Bodengesundheit und zur Belebung/Aktivierung des Ackers ist das Ausbringen homöopathischer Präparate, die auf besondere spirituelle Art gerührt werden, auf Demeter-Äckern vorgeschrieben. Diese Präparate enthalten ebenfalls tierische Bestandteile und müssen, je nach Präparat, in ein Kuhhorn oder eine Dammhirschblase gefüllt und im Acker vergraben werden. Diese Praxis begründet unsere kritische Haltung gegenüber der Demeter-Landwirtschaft natürlich direkt. Außerdem sind wir spirituellen, insbesondere aber esoterischen Weltanschauungen, zu welchen wir die Lehre Rudolf Steiners zählen, nicht sehr zugetan, weil sie nicht oder wenig kompatibel sind mit unserem emanzipatorischen Anspruch. Nicht alle Demeter-Landwirt*innen haben unbedingt eine esoterische Weltanschauung - natürlicherweise gibt es da viele Abstufungen - die historische Begründung der Demeter-Landwirtschaft und auch ihre aktuellen Praxen bleiben aber kritisch.

Alle anderen Bio-Verbände verzichten auf Präparate und schreiben eine Belebung und Erhaltung der Bodengesundheit durch Fruchtwechsel, Gründüngung, schonende Bearbeitungsmethoden (wie Grubbern/Spaten anstatt zu viel zu Pflügen), Grünstreifen für Wildtiere/Insekten etc. vor.
 
Als Veganer*innen lehnen wir natürlich erstens jegliche Tierausbeutung ab, und sind zweitens über die großartigen Möglichkeiten und Realisierungen der bio-veganen Landwirtschaft und der Forschung zu selbiger informiert.

Aufgrund der ökologischen Dünger und esoterischen Demeter-Präparate tierischen Ursprungs auf den Verkauf konventionell produzierter Produkte umzusteigen, wäre aus ziemlich vielen Gründen absurd; wir lehnen die konventionelle Landwirtschaft, die (rein chemisch gesehen) vegane Dünger einsetzt, absolut ab, da mit ihr Umweltschäden, wie Erosion, Grundwasserverseuchung, Verödung, Lebensraumverknappung für Tiere, Vergiftung von Menschen, anderen Tieren und der Landschaft einhergehen.

Kurzum: Wir vermeiden den Verkauf von Demeter-Produkten tatsächlich tendenziell, verkaufen aber eben sehr gern die ökologisch nachhaltigere Ware.

Wenn wir die Wahl haben zwischen brandenburgischen Demeter-Gurken und spanischen EU-Biosiegelgurken, werden wir uns  immer für die regionalen Gurken entscheiden. Nur weil wir, als Laden mit über 90% Naturkostsortiment, aus pragmatischen Gründen auch Demeter-Produkte verkaufen, heißt das nicht, dass wir den Verband aktiv bewerben. Das Demeter-Journal werdet Ihr bei uns vergeblich suchen. Wir versuchen, ausschließlich Infomaterial auszulegen, mit dem wir uns identifizieren können.

Aus –- hoffentlich - nachvollziehbaren Gründen wie „fair“, „regional“ und „gut produziert“ sind wir ein Fast-Bio-Laden geworden. Wir denken, dass wir es mit unserer differenzierten Einstellung zu Demeter und unveganer Bio-Düngung schon ziemlich genau nehmen. Auf jeden Fall genauer als die Vegane Gesellschaft Deutschland, die entscheidet, welche Produkte mit der Veganblume ausgezeichnet werden dürfen. Wie ihr vielleicht selbst schon bemerkt habt: Die Veganblume findet sich auf vielen Produkten, die auch ein Demeter-Siegel tragen; teilweise sind ganze Produktpaletten von Firmen, die nicht nur demeter-zertifizierte Rohstoffe verwenden, sondern eine explizit anthroposophische Firmenideologie haben, mit der Veganblume ausgezeichnet.

Letztenendes bleibt das oben erwähnte Problem: Solange nicht ausreichend viele Erzeuger*innen biovegane Landwirtschaft betreiben, wird es auch kaum hundertprozentig vegane Bioprodukte geben, die wir verkaufen können. Aber genau dazu könnt Ihr im übernächsten Beitrag neues lesen.

Wir hoffen, wir konnten Euch das Dilemma mit dem Demeter- und Bio-Landwirtschaftsthema etwas näher bringen und Ihr habt Verständnis für unsere Position.

Außerdem

Wandelwoche: 7.-17.09

Erste Veranstaltungen der Wandelwoche sind schon online. Besonders empfehlen wir folgendes:
- Ein Podium organisiert vom Berliner Kollektive-Netzwerk zum Thema "Arbeiten im Kollektivbetrieb –- Ideale & Zwänge" am 14.09 um 19 Uhr im About Blank.
Mehr Info: http://bbb.wandelwoche.org/veranstaltung/arbeiten-im-kollektivbetrieb-ideale-zwaenge/
- Eine Fahrradtour zu verschiedenen Kollektiv-Betrieben, am 16.09 um 13 Uhr, Start: Mehringhof, Gneisenaustraße 2A 10961 Berlin. Mit Betriebsbesichtigungen, Ausführungen über trockene Theorien, abenteuerliche Praxis, mit alten Geschichten und frischen Berichten über den alltäglichen Kampf. Auch jem,and von uns wird dabei sein und über unseren Kollektiv erzählen.
Mehr Info: http://bbb.wandelwoche.org/veranstaltung/kollektivbetriebe-in-berlin/

Andere Veranstaltungen in der Kalenderübersicht: http://bbb.wandelwoche.org/veranstaltungen/kategorie/wandelwoche-2017/2017-09/

Crowdfunding-Kampagne des Biozyklisch-Veganer Anbau e.V.

Der Verein Biozyklisch-Veganer Anbau arbeitet am Aufbau des Zertifizierungsverfahrens für bio-vegane Produkte und braucht noch finanzielle Unterstützung. Die Zertifizierung der ersten Betriebe soll Ende August beginnen, im nächsten Jahr werden dann einige Höfe folgen. Durch die Zertifizierung wird es möglich, Produkte aus Ökohöfen zu erkennen, die keine Dünger und Präparate aus der Schlachttierhaltung benutzen, keine kommerzielle Nutzung von Tieren unterstützen und Pflanzenschutzmaßnahmen gegen Insekten (selbst mit biologischen Mitteln) auf ein Minimum begrenzen. Wenn alles nach Plan laüft, könnten noch dieses Jahr zertifizierte Produkte in den Handel gelangen. Aber Planen ist das eine... die Mittel um Pläne umzusetzen sind das andere.
Hier gehts zur Kampagne: https://www.leetchi.com/c/bio-veg-an-verein-unterstuetzen
Noch direkter kann der Aufbau des Vereins und die Erhältlichkeit biovegan angebauten Gemüses im Einzelhandel durch eine Vereinsmitgliedschaft unterstützt werden www.biozyklisch-vegan.de (gerade ist die Website im Umbau, es lohnt sich aber, da nochmal reinzuschauen).

Und last but not least...

Neue Produkte
loser Quinoa (!) aus Deutschland - 1,50€/100g
lose Kakaobohnen aus Peru, roh und ungeschält - 2,30€/100g
Schnetzel und Würfel aus der Jackfrucht - 3,90€/218g
Jackfrucht ist eine leckere Fleischalternative: https://de.wikipedia.org/wiki/Jackfruchtbaum
Angebot: Cashewmus von El Puente - 3,90€/230g sowie Zartbittercreme nur 2€/450g
Einige neue Weinsorten, auch in kleinen Flaschen (0,2/0,25l).

Wegen sehr schlechter Ernten haben wir bis auf weiteres keine Belugalinsen aus Deutschland mehr.

 

Der Newsletter vom 18.05.2017

Hallo, liebe Freund*innen! Der Frühling scheint endlich mal angekommen zu sein, und es ist wieder Zeit für den Dr.Pogo-Newsletter!

Aus dem Laden
- Ausnahmsweise: Wir haben eine Aushilfe
- Gemüse aus bio-veganem Anbau
- Klauen bei Dr.Pogo? Geht gar nicht!
- Gemüse aus Bienenwerder: Saison beginnt!
- Neuer Spendenzweck aus der Dose. Spendet Wechselgeld für "Avahi", Kollektivbaustelle in Rojava!
- Union-Coop-Föderation ist online: https://www.union-coop.org/
- Selbermachen-2017-Kongress und Sendung "Make Capitalism History" mit uns zu Kollektivbetrieben und Union Coop
- Rechtsformwandel steht an
- Wir haben dein Lieblingskosmetikprodukt nicht im Sortiment? Sprich uns trotzdem an!

Außerdem
- Crowdfunding-Kampagne vom Cafékollektiv Radikalecker
https://www.startnext.com/radikalecker

Und last but not least
- Neue Produkte


Aus dem Laden

Ausnahmsweise: Wir haben eine Aushilfe
Diejenigen, die uns länger kennen, haben in der letzten Zeit ein altbekanntes Gesicht wiedergesehen. Schelli, eines der Gründungsmitglieder, d.h. Ex-Kollektivist@, ist als Aushilfe für eine begrenzte Zeit wieder da. Wir stellen in der Regel keine Aushilfen an, d.h. nur Kollektivmitglieder mit allen Rechten und Pflichten können im Veganladen arbeiten. Wegen der Elternzeit eines Kollektivsmitglieds haben wir uns dafür entschieden, eine Ausnahme von unserer Regelung zu machen. Einerseits wollten wir vermeiden, dass begrenzte Personalkapazitäten während der mehrmonatigen Elternzeit sich negativ auf die Ladenorganisation auswirken. Hätten wir -andererseits- ein neues Kollektivmitglied aufgenommen, wäre möglicherweise nach der Elternzeit zu wenig Arbeit für zuviele Kollektivist@s da. Wir haben diese Entscheidung nicht ohne Diskussion getroffen und stehen weiterhin kritisch zu den klassischen, hierarchischen Verhältnissen in der Arbeitswelt.

So oder so: Schelli, welcome back!

Gemüse aus bio-veganem Anbau
Vor einigen Monaten haben wir im Newsletter schon das Thema bio-veganer Anbau angesprochen und erwähnt, dass 2017 ein Verein gegründet werden soll, der sich dem Thema bio-vegane Betriebszertifizierung und -kontrolle annimmt . Jetzt ist es offiziell: Der Verein Biozyklisch-Veganer Anbau ist da! Erste biozyklisch-vegane Ware (Kartoffeln, Orangen, Zitronen) aus Griechenland und Zypern war bereits im Frühjahr bei Dr.Pogo erhältlich. Wir bleiben mit dem Verein in Kontakt und hoffen, in Zukunft regelmäßig und groß angelegt bio-veganes Obst und Gemüse anbieten zu können.
Mehr Info zum Verein: http://biozyklisch-vegan.de

Klauen bei Dr.Pogo? Geht gar nicht!
Das genaue Ausmaß des Problems ist nur schwer zu schätzen, aber für uns ist klar: Bei Dr.Pogo wird geklaut. Und das sollte auf keinen Fall so sein. Zum einen, weil wir dieses Kollektiv betreiben, um Alternativen zu den herrschenden ökonomischen Verhältnissen zu schaffen, die Ungleichheit, Armut und ökologische Probleme produzieren. Das bedeutet, dass wir nicht profitorientiert arbeiten, sondern orientiert daran, okay bezahlte selbstbestimmte Arbeitsplätze zu schaffen, bei Preisen, die für euch möglichst bezahlbar gehalten werden sollen. Mehrere Kollektivmitglieder sind vom Veganladen ökonomisch abhängig. Es kann für uns NICHT NUR Arbeit sein, aber es ist trotzdem ARBEIT, von der wir leben.

Deswegen: Beim Kollektiv zu klauen ist Sabotage an der falschen Stelle!

Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir mit euch Empfänger*innen unseres Newsletter sicherlich nicht diejenigen ansprechen, die wir davon noch überzeugen müssen. Wir möchten mit dem Thema Diebstahl aber auch nicht hinterm Berg halten.
Die Einkaufsatmosphäre bei Dr.Pogo soll nicht davon geprägt sein, dass ihr euch misstrauisch beäugt und beobachtet fühlt, und wir fühlen uns absolut nicht wohl in der Rolle der Kontrollierenden. Leider ist aber auch ein Veganladenkollektiv nur der Versuch etwas Richtiges im Falschen zu schaffen. Eine Grundaufmerksamkeit unsererseits ist insofern leider vonnöten.

Irgendwie müssen wir diesen Spagatt schaffen... und ihr könnt uns dabei helfen, indem ihr zum Beispiel unsere Einkaufskörbe benutzt und euch insgesamt transparent verhaltet. Weiterzuerzählen was der Unterschied zwischen einem Kollektiv und ausbeuterischen auf Profitmaximierung ausgerichteten Läden ist, ist natürlich auch nicht verboten... ;)

Gemüse aus Bienenwerder: Saison beginnt!
Die Saison hat Ende April begonnen! Ab jetzt beliefert uns das Bienenwerder'sche Hofkollektiv wieder mit frischem ökologischen Gemüse. Der Hof Bienenwerder liegt bei Müncheberg (ca. 50 km östlich von Berlin). Das Kollektiv betreibt seit über zehn Jahren ökologische Landwirtschaft. Die Lieferung erfolgt erstmal samstags; im Sommer wird es wieder dienstags eine zweite Lieferung geben. Mehr Infos zum Kollektiv gibts hier: http://olib-ev.org/

Neuer Spendenzweck aus der Dose: Spendet Wechselgeld für "Avahi", Kollektivbaustelle in Rojava!
"Avahi" ist eine Gruppe von Personen, die sich zusammengefunden haben, um Bauprojekte in Rojava/Westkurdistan zu finanzieren, planen und kollektiv umzusetzen. Sie arbeiten seit Sommer 2015 zusammen mit der WJAR, der Stiftung freier Frauen Rojavas, an einem Konzept für den Bau eines Gemeinschaftshauses, welches aus regional verfügbaren Materialien gebaut wird und gemeinschaftlich benutzt werden kann. Das Ziel der Kollektivbaustelle ist zum einen dieses Gebäude zu errichten und zum anderen ein gemeinsamer Austausch und ein gegenseitiges Lernen aller Akteur*innen.

Ein unterstützenwertes Projekt - auf jeden Fall. Und aus euren kleinen Wechselgeldspenden sammeln sich mit der Zeit schon höhere Beträge, die sich sehen lassen können! Zögert nicht, weiterhin eure Unterstützung zu zeigen!
Mehr Info: siehe Flyer bei der Spendendose auf dem Veganladentresen oder hier - https://avahi.noblogs.org

Union Coop-Föderation ist online: https://www.union-coop.org/
Schaut mal vorbei! Union Coop ist eine Föderation der Kollektivbetriebe und wir sind eines der Gründungskollektive. Ohne Chef*in basisdemokratisch und selbstorganisiert arbeiten sind einige der Prinzipien der Betriebe, die sich in der Union Coop zusammengeschlossen haben. Die Föderation versteht sich als Teil der Gewerkschaftsbewegung und agiert im Rahmen der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU.

Schon jetzt sind etliche Projekte in Planung: gemeinsamer Einkauf, Vertrieb und Marketing, Kollektivberatung, Schulungen und Supervision, Fonds für Investitionen, Neugründungen und Altersvorsorge, globaler Austausch, Kollektiv-Patenschaften und eine Jobbörse… Und das ist erst der Anfang.

Und natürlich: Alle Betriebe, die sich den Prinzipien der Selbsverwaltung verpflichtet haben, können sich der Föderation anschließen. Mehr zu den Prinzipien unter: https://www.union-coop.org/ueber-uns/prinzipien/

Selbermachen 2017-Kongress
und Sendung "Make Capitalism History" mit uns zu Kollektivbetrieben und Union Coop

Ende April gab es den Kongress "Selbermachen 2017" (https://www.selbermachen2017.org), bei dem wir auf dem Panel zu "Arbeit im Kollektiv - Selbstausbeutung ohne politischen Anspruch?" vertreten waren - mit Vertreten_innen von "Flying Roasters" und "Spent", die beide auch die Union Coop mitbilden. Das Interesse war größer als erwartet, die Diskussionen erfrischend. Wir haben das Gefühl, dass das Thema Kollektivbetriebe und Union Coop zunehmend an Sichtbarkeit gewinnen und Resonanz erzeugen, aber auch entsprechend positiv-kritisch hinsichtlich unserer Ansprüche, Struktur und Praxis wahrgenommen werden. Solche Diskussionen ermöglichen uns, unsere Arbeit in einer breiteren Perspektive zu betrachten und uns noch stärker als ein Teil einer zunehmend wichtigen Bewegung zu sehen.

Und wer bei dem Kongress nicht dabei war, kann sich die Sendung zum gleichen Thema hier anhören: https://www.mixcloud.com/rebootfm/make-capitalism-history-47-nach-der-revolution-2017-02-25/

Rechtsformwandel steht an - Wir bauen uns eine Arbeiter*innengenossenschaft
Für euch ändert sich nichts, für uns bedeuten die neuen bürokratischen Anforderungen formal einige Veränderung. Bis jetzt ist der Laden vom Verein Vegane Pampe e.V. getragen. Ende 2016 wurde uns aber mitgeteilt, dass es so nicht bleiben kann und dass wir unsere Rechtsform ändern müssen. Wir haben uns inhaltlich tief in die Materie begeben und intensive Diskussionen dazu geführt - sowohl intern als auch mit externen Berater*innen und haben uns alle Möglichkeiten angeschaut.

Die Schlussfolgerung, die eigentlich von Anfang an im Raum stand, ist, dass es keine Rechtsform gibt, die uns als Kollektivbetrieb abbildet. Wie wäre es überhaupt möglich, in dem herrschenden ökonomischen System eine Rechtsform zu haben, die hierarchiearm ist, Gleichberechtigung und gemeinsame Verantwortung fordert sowie Privateigentum einschränkt oder gar ausschließt? Naja... wir mussten uns aber trotzdem entscheiden. Orientiert an Beispielen wie dem Mietshäusersyndikat haben wir beschlossen, dass der bisherige Verein alleiniger Gesellschafter einer neugegründeten GmbH werden soll.

Das heißt, eine oder mehrere Kollektivmitglieder müssen formell Geschäftsführer*innen der GmbH werden. Nicht so ganz nach unseren Prinzipien! Wir haben auch überlegt, ob vielleicht nicht alle Kollektivmitglieder gleichzeitig diese Funktion ausüben könnten, was aber organisatorisch schwierig ist und viel Geld kostet.

In der internen Diskussionen ist das Thema Geschäftsführung natürlich präsent: Wie gehen wir damit um? Wie gestalten wir unsere Arbeit so, dass diese Person/Personen nur rein pro forma die Funktion hat/haben? Weil klar, wir wollen weiter ohne Hierarhien arbeiten, die Geschäftsführung ist nur eine "Marionette". Das Vertrauen ist hier das Schlüsselwort - und der Binnenvertrag, also unser Statut, in dem alle internen Regelungen genau ausformuliert sind. Darin haben wir auch festgehalten, dass der Laden nicht in Privateigentum übergehen kann.

Ein anderer Aspekt ist, wieviel Aufwand mit diesem Wandel verbunden ist. Wenn ihrs genau wissen wollt: VIEL! Kompliziertere Buchhaltung, Inventur, Registrierung bei der Handelskammer... Und noch viel mehr.
Trotz aller Schwierigkeiten machen wir es aber, auch wenn sich einige Widerspüche nicht vermeiden lassen. Extern eine GmbH, intern (weiterhin) eine eigentumsbefreite Arbeiter*innengenossenschaft.

Dein gewünschtes Kosmetikprodukt haben wir nicht im Sortiment?
Sprich uns trotzdem an!
Da der Platz in unserem nicht allzu großen Laden begrenzt ist, können wir nicht immer alle gewünschten Produkte anbieten. Es gibt aber eine Möglichkeit, z.B. Kosmetikprodukte auf Anfrage individuell zu bestellen. Bei unserem Bio-Großhändler sind die meisten Kosmetika als Einzelpackungen erhältlich. Da wir jeden Tag bestellen, können die Artikel meistens innerhalb von ein, zwei Tagen geliefert werden. Einige Produkte wie "Dr.Bronner's"-Seifen werden seltener bestellt - in diesen Fällen müsst ihr mit einer längeren Wartezeit rechnen.

Außerdem

Crowdfunding-Kampagne vom Cafékollektiv Radikalecker
Radikalecker ist ein Kollektiv betriebenes, veganes Café, das dieses Jahr in Berlin eröffnet werden soll. Der Café wird ein selbstorganisierter Arbeitsplatz sein, der alle Menschen willkommen heißt, die interessiert sind an Veganismus, solidarischer Ökonomie, Tierbefreiung, Politik und natürlich: Kuchen!
Um die Eröffnung zu ermöglichen, braucht das Kollektiv finanzielle Unterstützung für die Miete in den ersten Monaten, Küchenausstattung, Renovierung, Gebühren... Deswegen eine Crowfunding-Kampagne, die noch bis Ende Mai läuft. Ihr könnt euch hier beteiligen: https://www.startnext.com/radikalecker

Neue Produkte
Aufstriche von "SoLeKo", einer kleinen solidarischen Lebensmittelmanufaktur in Berlin, die in Kooperation mit solidarökonomischen Projekten vegane Brotaufstriche aus möglichst regionalen Zutaten herstellt. Sorten: Linse-Möhre und Pastinake-Curry, jeweils zwei Varianten mit oder ohne Extragewürzen, €3,50/180ml
http://soleko.org/


"Bohnenpate": Regionale Brotaufstriche aus Berlin in den Sorten Kurkuma, Champignon, Tomate-Olive und Wasabi, €3,50/140g
Erweitertes Müslisortiment: sowohl lose als auf verpackte neue Müslisorten. Z.B. glutenfreie Haferflocken, Dinkelflocken, loser Crunchy-Nuss-Mix... schaut euch selber um.


Neue Kondomsorten: Einhorn-Kondome, €7,90/7 Stck sowie ESP Maxi-Kondome, €0,50/2 Stck

"TofuTussis": Streitbarer Name - aber ein weiterer unstrittig guter Tofu aus Berlin. Sorten: Nigari-Räuchertofu, Erdnuss, Stadtjägerin, mediterran, Algen-Räuchertofu, €2,50-3,90/140-200g
https://www.tofutussis-berlin.de

"Miss Tipsy": Spanischer Sekt mit herausragenden Qualitätsmerkmalen, Cava Brut o. Rosado, €10,90/0,75l
http://misstipsy.net

"oHnig": Der vegane Honigersatz in den Sorten Lavendelblüte, Holünderblute oder Blütenmix, €3,60/100g oder €6,50/250g
https://www.fraeuleinemmas.de

Natur- und Räuchertofu von "Vantastic Foods" - nicht kühlpflichtig, €1,90/2,20/200g

Und bald auch feste Shampoos für verschiedene Haartypen - ergiebig und ohne Plastikverpackung!

 

Newsletter vom 24.02.2017:

Hallo, liebe Freund*innen! Es ist wieder soweit - Zeit für den Dr. Pogo Newsletter!

Aus dem Laden
-Ladenumbau - was ist alles neu?
-Kakao und Kaffee bei Dr. Pogo: Warum gibt es die bei uns nur mit Zertifizierung?
-Umgang mit der Pogokarte im Krankheitsfall
-Nach der Dr. Pogo-Umfrage: Wir antworten auf Anregungen #2 – Dr.Pogo und Kiezaufwertung
-Hundefutterproben zu verschenken
-Hohe Gemüsepreise: Missernten wegen Kälte


Außerdem
-Kiez-Demo gegen Verdrängung: 25.02, 14:00, Heinrichplatz (Kreuzberg)
-Petition für eine vegane Option in Kitas (Friedrichshain-Kreuzberg)
-Neue Produkte
-Lustig

Aus dem Laden

Ladenumbau - was ist alles neu?

Vieles! Es hat eine Weile gedauert, aber der Umbau ist voerst abgeschlossen. Kleine Änderungen kommen noch, und natürlich wird sich das Sortiment in verschiedenen Produktkategorien Schritt für Schritt erweitern. Das ist momentan bei den Getränken schon der Fall – auf dem neuen Regal findet ihr neue Sorten Bier, Limo und Saft – hier empfehlen sich vor allem regionale Mischsäfte aus der Märkischen Schweiz (mehr Info unten). Auch bei den Snacks und Drogerieartikeln (Windeln!) könnt ihr bald oder schon jetzt Neuigkeiten antreffen. Stay tuned!

Beim Umräumen hatten wir auch eure Anmerkungen aus der Kund_innen-Umfrage von letzen Sommer auf dem Schirm. Ihr habt darauf hingewiesen, dass manche Produkte schwer zu finden sind oder ihre Lage unlogisch scheint (abgepacker Reis etwa sollte beim losen Äquivalent stehen). Das wollen wir verbessern und hoffen, dass, obwohl jetzt gerade viele verwirrt sind („Wo ist denn der Kaffee?!“), der Laden schlussendlich übersichtlicher sein wird.

Kakao und Kaffee bei Dr. Pogo: Warum gibt es die bei uns nur mit Zertifizierung?
Die Herkunft der Produkte, die wir verkaufen, liegt uns am Herzen – das ist klar. Dabei sind uns verschiedene Faktoren wie Transportwege, nachhaltige Produktion, Arbeitsbedingungen, Transparenz der Hersteller_innen und Zwischenhändler_innen wichtig. Besonders im Bezug auf Produkte, die notwendigerweise aus Übersee kommen und für viele unverzichtbar sind. In diese Kategorie fallen Kakao und Kaffee. Da vielleicht nicht alle unsere Politik zu diesen Produkten kennen, möchten wir hier erläutern, welche Gedanken hinter der Produktauswahl in unserem Laden stehen.

Bei Dr. Pogo findet ihr i.d.R. keine Kakao- und Kaffeeprodukte, die nicht biozertifiziert und/oder fair gehandelt sind. Wir wollen es, soweit es möglich ist, ausschließen, dass durch unseren Handel ausbeuterische Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Preisdumping und unverantwortlicher Umgang mit chemischen Düngern und Pestiziden unterstützt werden. Das ist leider alltägliche Realität auf konventionellen Kakao- und Kaffeeplantagen, die für den Weltmarkt liefern, der durch wenige Großkonzerne wie Nestlé und co. dominiert ist. Aufgrund ihrer dominanten Markposition können sie Preisdumping betreiben: Es muss für die Endverbraucher_innen doch günstig sein, aber der Gewinn darf nicht geschmälert werden. Ihr wisst schon, wer hier verliert. Eine Auflistung aller Probleme der existierenden kapitalistischen Wirtschaftsweise würde vielleicht den Rahmen dieses Newsletters sprengen.

In Bezug auf diese ungerechte Welthandelsverhältnisse ist uns sehr wichtig, ein Zeichen dagegen zu setzen, auch wenn bei „gerechteren“ Produkten bei weitem nicht alles perfekt ist. Uns ist wichtig, dass Produkte wie Kaffee und Kakao zu konsumieren oder zu verkaufen, Verantwortung mit sich bringt: Verantwortung dafür, was dieser Konsum für Menschen bedeutet, die in die mehrstufige Herstellungskette involviert sind. Besonders im Bereich Kakao und Kaffee hat es ausreichend Berichterstattung z.B. über Kinderarbeit gegeben. Daher haben wir für diese Waren den beschriebenen, relativ harten Maßstab gewählt.

Alternativen sind ja reichlich vorhanden. Außer den zertifizierten Schokoladen achten wir darauf, dass jegliche Produkte, die Kakao enthalten, entsprechend zertifiziert sind: Schokocremes, Puddings, Kakaonibs, Schokodrinks etc. Beim Kaffee sind unsere zwei Hauptlieferanten Café Libertad und das Kaffeekollektiv Aroma Zapatista. Beide arbeiten nach Prinzipien solidarischer Ökonomie, beziehen Kaffeebohnen von zapatischen Kooperativen in Chiapas (Mexiko), aber auch aus Frauenkooperativen in Honduras (Las Chonas) oder aus indigenen Kooperativen in Kolumbien (fast alle Sorten Aroma Zapatista enthalten einen Anteil davon). Bei uns im Ausschank bekommt ihr Kaffee von der Berliner Rösterei Flying Roasters, die ebenso solidarisch und direkt mit dem Kaffee handelt und außerdem mit uns zusammen die Union Coop gegründet hat. Gerade bei unserem Kaffee sind nicht unbedingt anerkannte Zertifizierungsbüros die Garanten für die Einhaltung unserer Standards, sondern die viel weitergehenden, tiefen Überzeugungen unserer Handelspartner_innen.

Überzeugt? Dann kommt doch vorbei auf 'ne Tasse Espresso!
Weitere Anregungen für uns hinsichtlich ethischer Beschaffung? Bitte her damit!

Wichtige Infos:
Siegel für fairen Kakao: https://utopia.de/ratgeber/fairtrade-schokolade-siegel/
Häufige Fragen zum Café Libertad: http://www.cafe-libertad.de/shop/infos/faq
Aroma Zapatista: https://www.aroma-zapatista.de
Flying Roasters: https://www.flyingroasters.de

Umgang mit der Pogokarte im Krankheitsfall

Wie wir im letzten Newsletter nochmal erinnert haben, ist die Pogokarte personengebunden und darf nicht weitergegeben werden. Die Praxis hat allerdings gezeigt, dass in besonderen Situationen eine Ausnahme hilfreich wäre. Deswegen haben wir beschlossen, eine Regelung für längere Krankeitsfälle einzuführen. Dabei gilt Folgendes:
Urlaube sind von der Sonderregelung ausgeschlossen.
In der Zeit, in der ein_e Pogokartenbesitzer_in durch Krankheit (oder auch z.B. Wochenbett) nicht in der Lage ist bei uns einzukaufen, kann die Karte auf eine andere Person übertragen werden.
Eine Übertragung der Karte muss mindestens 4 Wochen aber höchstens 2 Monate gelten.
Die Dauer der Übertragung darf im Verlauf nicht unter das 4-Wochen-Minimum geändert werden.
Die Originalkarte wird für die Zeit eingezogen, der_die Ersatzeinkäufer_in kann mit einer Vollmacht, die von uns bestätigt wird (Formulare gibt es im Laden) rabattiert einkaufen.

Bei Fragen sprecht uns gerne an. Wir bitten um Verständnis, dass die Regel in Einzelfällen nicht geändert werden kann und appellieren an eure Selbstverantwortung und Ehrlichkeit.

Nach der Dr. Pogo-Umfrage: Wir antworten auf Anregungen #2: – Dr. Pogo und Kiezaufwertung

In unserer Umfrage wurden wir gefragt, wie wir damit umgehen, dass unser Laden zur Gentrifizierung beiträgt.

Hier eine Antwort auf diese Frage, die die Meinung eines Kollektivmitglieds wiedergibt:

Als ich vor einigen Jahren Mitglied in einem interkulturellen Nachbarschaftsgarten hier in Berlin war, wurde mir in einem Interview schon einmal eine ähnliche Frage gestellt. Damals antwortete ich, dass ich mir zwar darüber im Klaren sei, dass so ein Garten die Gegend interessanter für Tourist*innen und wohlhabende Mieter*innen macht, dass ich es mir aber dennoch nicht nehmen lassen möchte, mir mein Leben gemeinsam mit anderen schön, nützlich und nach meinem Ästhetikempfinden zu gestalten. Mir sei jedoch wichtig, die entsprechenden sozialen Kämpfe mitzuführen. Das heißt zu Mietenstopdemos gehen, Unterstützung der „Mietergemeinschaft“ durch meine Mitgliedschaft, Unterstützung von und Solidarität mit Hausprojekten, Sozialberatungen, Geflüchteten- Wohnungslosen- und Sexarbeiter*innen-Initiativen.

So ähnlich sehe ich das auch im Bezug auf das Dr. Pogo Veganladenkollektiv. Ich finde, auf der einen Seite müssen auch wir uns den Schuh anziehen: Ein Laden wir der unsere wertet definitiv den Kiez auf! Bloß warum?

Durch die speziellen Produkte; die teure „vegane Ente“ aus Seitan, das fairtradeproduzierte T-Shirt aus Bio-Baumwolle, durch die in kleinen Mengen in Handarbeit produzierten Kosmetika und Lebensmittel, deren Preise erstmal horrend aussehen, wenn man den Einkauf im Supermarkt gewöhnt ist?

Was heißt denn „Kiezaufwertung“? Das ist nicht nur ein „Teurermachen“, sondern vorallem ein „Interessantermachen“. Der Wagenplatz „Kreuzdorf“ beispielsweise kann in Touristikführern als „das ursprüngliche wilde Kreuzberg“ beworben werden und aufwertend wirken.

Auf der anderen Seite finde ich müssen wir uns diesen Schuh überhaupt nicht anziehen: „Vegan“ wird zwar mit hip und trendy und gesund verbunden und hat den Ruf teuer zu sein. Aber wir sind mit unserer Ladengründung nicht auf den Vegan-Wellness-Zug aufgesprungen, um die Welt vegan zu kommerzialisieren. Wir sind ein Stück selbstverwaltete kollektiv organisierte Struktur, vernetzt mit anderen kollektiv organisierten Strukturen in Berlin und überregional, die sich eine solidarischere Welt wünschen. Vegan zu leben hat für uns Kollektivmitglieder aus verschiedensten ethisch-politischen Gründen dazugehört; es ist eine Schnittmenge, die uns bewogen hat diesen Laden zu gründen. Manche von uns leben erst seit ein paar Jahren vegan, andere seit über 20 Jahren. Wir sind mit dem Wunsch angetreten, ein verpackungsfreieres Einkaufen zu ermöglichen, bei dem wenigstens die frischen Produkte keinen allzuweiten Lieferweg haben, unseren Kund*innen die Möglichkeit zu geben, zwischen billigeren Bio-Produkten (der Großhandelsware) und den ganz politisch korrekten, dafür teureren, kollektiv produzierten Produkten auszuwählen und mit eigenen Wünschen und Ideen unser Sortiment mitzugestalten.

Manchmal frage ich mich: Woher kommt der Gedanke, das Dr. Pogo Veganladenkollektiv sei so ein Gentrifizierungsfaktor? Vielleicht von der Definition von „Gentrifizierung“…

Ich bin der Meinung, Gentrifizierung läßt sich eben nicht darüber definieren, ob man dazu beiträgt, einen Kiez im weitesten Sinne schöner und sauberer zu gestalten. „Sauberkeit“ kann im Übrigen auch wesentlich Barrierefreiheit bedeuten! Sperrmüllfreie Straßen und Gehwege lassen Platz für Rollstühle; kippen- und spritzenfreie Spielplätze und hundekackefreie Gehwege geben die Freiheit, Kinder unbeaufsichtigt spielen zu lassen. Ein überschaubares geordnetes Kiez läßt erst zu, dass sich Menschen mit sozialen Ängsten, sowie manche Senior*innen trauen, regelmässig und ohne Begleitung ihre Wohnung zu verlassen und ist somit gelebte Enthinderung. Insofern ist die affirmative Haltung zu Dreck und Vermüllung nur scheinbar eine gentrifizierungskritische. Auf den zweiten Blick entpuppt sie sich meiner Meinung nach als verkürzte Kritik von Menschen, die eher mit hegemonialen Privilegien ausgestattet sind.

Wer zu mir in den Laden reinkommt und sagt, dass er*sie Hunger hat, geht nicht hungrig wieder raus. Das mag sich sozialromantisch anhören und sicherlich müsste ich einen anderen Weg finden, wenn ihr von heute auf morgen alle anfingt zu schnorren, anstatt einzukaufen… :)

Was ich damit verdeutlichen möchte, ist, dass sich Gentrifizierung meiner Meinung nach nicht daran festmacht, ob da jetzt ein hübscher hip-aussehender Bio-Laden im Kiez ist, in dem es (angeblich) nur teure Sachen zu kaufen gibt. Gentrifizierung macht sich daran fest, ob Menschen ausgeschlossen werden! Man ist ausgeschlossen, wenn im eigenen Kiez ein schickes Restaurant eröffnet, mit dessen Dresscode der eigene Kleiderschrank nicht mithalten kann. (Dr. Pogo schließt nur PelzträgerInnen1 aus ;).) Man ist ausgeschlossen, wenn im eigenen Kiez ein Bio-Laden eröffnet, dessen Preise man sich nie im Leben leisten kann. (By the way: Schonmal die Preise unserer losen Ware ausgerechnet?!?) Man ist ausgeschlossen, wenn sich in den Straßen des eigenen Kiezes zwar Restaurants und Imbisse aneinanderreihen, der nächste Drogeriemarkt aber in jede Richtung einen Kilometer entfernt liegt.

Ja, das Veganladenkollektiv wertet das Kiez einerseits auf, doch Gentrifizierung heißt vorallem Ausschluss und Verdrängung und ich bin nicht der Meinung, dass Dr. Pogo Menschen ausschließt.

Mit diesem Widerspruch verbleibe ich ... mit den besten Grüßen an euch und freue mich, euch bald wieder beim Einkaufen zu begegnen. :) Tjona

Hundefutterproben zu verschenken

Wir haben von Edgar reichliche Mengen an Hundefutterproben bekommen. Ihr findet die im Karton beim Regal gegenüber der Kasse. Gerne könnt ihr Euch eine Probe mitnehmen! Das Päckchen wird es bald auch zu kaufen geben, dann ideal als Snack für unterwegs.

Hohe Gemüsepreise: Missernte wegen Kälte

Ein Kilo Zucchinis für 7,90€ und die kacken kein Gold?! Wieso der hohe Preis? In den Gemüseanbaugebieten Spaniens, der Türkei und Italiens ist es in der letzten Zeit so kalt geworden wie teilweise seit 50 Jahren nicht. Minusgrade machen Ernten kaputt, unter dem Gewicht von liegen bleibenden Schnee brechen Plastiktunnel zusammen, in denen das Gemüse wächst. Wenig verfügbare Ware führt zu teuren Preisen. Zum Glück ist das schlimmste bereits überstanden, Zucchini, Broccoli und co haben erstmal wieder die gewohnten Preise. Wir raten ja sowieso regionalem Gemüse. Wir haben im Angebot, was der Winter so hergibt: Also Bühne frei für Weißkohl, Karotte, und ganz neu: Weiße Rübe!

Außerdem

Kiez-Demo gegen Verdrängung: 25.02, 14:00, Heinrichplatz (Kreuzberg)

In Kreuzberg sind mehrere Läden akut räumungsbedroht. Bei allen Fällen ist klar, dass die Vermieter mit ihrem Eigentum mehr Profit machen wollen und deswegen die bisherigen Läden loswerden wollen. In Berlin steigen die Mieten rasant an, immer mehr Menschen, aber auch viele kleine Läden werden verdrängt. Häufig kommt es auch zu Zwangsräumungen – die gewalttätigste Art der Verdrängung.

Die bedrohten Läden in Kreuzberg haben sich zusammengeschlossen und es gab eine gemeinsame Kiezversammlung. Nun folgt eine Demonstration zu den betroffenen Läden. Die Demo soll ein Zeichen der Solidarität senden und die Nachbarschaft informieren.

Mehr Info: http://berlin.zwangsraeumungverhindern.org/2017/02/17/kiez-demo-gegen-verdraengung-25-2-heinrichplatz/

Petition für eine vegane Option in Kitas (Friedrichshain-Kreuzberg)

Diese können Menschen aus dem Bezirk bei uns unterschreiben.
Mehr Infos dazu: https://sentience-politics.org/de/politik/veggie-buergerbegehren-berlin/

Neue Produkte

Dekorative Crazy Rumors Hibiskiss Lippenstifte  in verschiedenen Farben - Dekorative Kosmetik ist langsam auf dem Vormarsch! 1 Stück/€3,90
Libuni Reisdrink Basis: Reisdrinkkonzentrat zum Mischen mit Wasser - spart Verpackung und schont das Portemoinnae! 500g/€3,40
Oatly Barista: Hafermilch zum Aufschäumen, 1l/€2,50
Regionale Säfte aus Bergschäferei in Märkischer Schweiz: Rote Bete-Apfel-Quitte, Apfel-Birne-Quitte, Rhabarber in Apfel: 0,75l/€2,90 sowie Apfel- und Birnendireksaft im Karton: 3l/€7,50
http://www.bergschaeferei.de
Simply V - Käsealternative auf Mandelbasis, ohne Soja: verschiedenen Sorten als Scheiben und Streichkäse, 150g/€2,90
Vio.Me Seifen aus der besetzten Fabrik in Griechenland: Wir haben wieder die Soli-Seifenstücke und probieren auch einige Flüssigreiniger aus. Erstmal haben wir nur sehr begrenzte Mengen, künftig soll es mehr werden, je nach Feedback von Euch, ob das Zeug seinen Zweck erfüllt.
Handgemachte Schokoladen vom Bernsteinzimmer: Kaffee-Kokosblütenzucker, Erdnuss-Karamell, Maple-Pekan und Salz, Walnuss-Zitrone, Mohn-Cranberry: 90g/€5,90
https://www.dasbernsteinzimmer.com/

Lustig

Noch was zum prokrastinieren? Auch wir sind ja gern mal damit konfrontiert, dass Leute gar nicht wissen, was wir denn da eigentlich verkaufen. Da könnte ein Shirt helfen. Z.B. mit dem Motiv "That shit is radicchio". Amerikanische Redewendungen adaptiert auf Lebensmittel, das gibts hier:
https://www.etsy.com/shop/BadPickleTees (Soll keine Werbung sein, handelt sich um ein Ergebnis aufwändiger Aufgabenaufschiebung.) 

 

 

Newsletter vom 10.12.2016:

Hallo liebe Freund*innen! Der Winter ist (fast) da, das Jahr geht zu Ende und es ist wieder Zeit für den Dr. Pogo Newsletter!

Aus dem Laden
- Öffnungszeiten während der Feiertage
- Ladenumbau (fast) fertig - keine Sitzmöglichkeit mehr
- Kleine Gemüsekunde

Außerdem
Green Market Winter Edition 17-18.12
Crowdfunding für den Film "Der marktgerechte Mensch"
Umfrage zur bio-veganen Landwirtschaft
Weihnachtsküfa und Film "Cowspiracy" 22.12.

Weihnachtsangebot

Neue Produkte

Lustig
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Aus dem Laden

Öffnungszeiten während der Feiertage

Zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir wie folgt auf:
24.12 9-14 Uhr (statt bis 16 Uhr)
25-27.12 geschlossen (wir haben beschlossen, einen Tag nach den Feiertagen frei zu haben)
28.12 9-20 Uhr (statt ab 12)
29-30.12 9-20 Uhr
31.12 9-14 Uhr (statt bis 16 Uhr)

Wir wünschen euch schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2017!

Ladenumbau (fast) fertig - keine Sitzmöglichkeit mehr

Wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, haben wir den Laden teilweise umgebaut. Die Sitzecke wird in Regalfläche umgewandelt, aber am kleinen Stehtisch könnt ihr euch voraussichtlich weiterhin einen Espresso, Snacks o.ä. gönnen. Ansonsten gibt es natürlich weiter Kaffee zum Mitnehmen. Um weniger Müll zu produzieren, könnt ihr übrigens gerne euren eigenen Becher mitbringen.

Auch einige Produktgruppen haben ihren Platz geändert: Gewürze (jetzt beim Obst und Gemüse) oder Nussmusse, Soßen, Senf und Algen (jetzt am neuen Regal vorne bei den Tiefkühlern). Wie verwirrend! Falls etwas nicht zu finden ist, fragt uns gerne.

Da es leider recht umständlich ist, während des Ladenbetriebs zu bauen, bleiben uns fast nur die Sonntage, weswegen es so lange dauert. Wir entschuldigen uns für die Unordnung und hoffen, dass unser erweitertes Sortiment euch bald entschädigen wird.

Kleine Gemüsekunde - Wintergemüse

Bei uns gibt es gerade Schwarzwurzeln, die auch Arme-Leute-Spargel (oder Winterspargel) genannt werden. Wegen der dunklen Schale sehen sie eher unauffällig aus, schmecken aber eigenartig: nussig, würzig, ein bisschen milder als Spargel. Die Verarbeitung benötigt etwas Geduld: abbürsten und schälen, bei Bedarf dabei Handschuhe tragen, da der austretende Saft die Hände verfärbt. Tipp hierzu: gleich unter Wasser schälen! Danach in Wasser mit etwas Essig und Mehl oder Zitronensaft einlegen, damit sie weiß bleiben. Schwarzwurzeln eignen sich gut als Suppen- oder Eintopfzutat, gerieben im Salat mit Meerrettich oder einfach im Ofen gebacken. Lasst euch vielleicht hiervon inspirieren:
http://www.veganguerilla.de/schwarzwurzelcremesuppe/
http://www.chefkoch.de/rezepte/463231139413431/Knusprige-Schwarzwurzeln.html

Von September bis April werden auch Steckrüben (auch Kohlrüben oder Erdkohlrabis genannt) geerntet. Vielleicht weil sie mehrmals in Notzeiten die letzte Nahrungsreserve waren, sind sie heutzutage in Deutschland nicht so populär wie in anderen Ländern. Schade, da sie sich vielfältig verwenden lassen (gekocht, püriert oder auch roh, geraspelt im Salat) und einen kohlartigen Geschmack haben, aber auch fast jeden anderen Geschmack beim Kochen annehmen können. Probiert mal ein Rezept mit Steckrüben aus:
https://www.veganblatt.com/pueree-von-der-steckruebe-bratlinge
http://derbiokoch.de/2015/12/steckruebensuppe-vegan/

Außerdem

Green Market Winter Edition 17-18.12

Noch mal zur Erinnerung: Dieses Jahr sind wir beim Green Market Winter Edition dabei. Dieser findet am 17. und 18. Dezember auf dem Rollberggelände statt (http://greenmarketberlin.com).

Crowdfunding für den Film "Der marktgerechte Mensch"

Ein neues Projekt der Filmmacher, die „Wer Rettet Wen?“ „Water Makes Money“ und „Bahn unterm Hammer“ gedreht haben. Der Film wird von prekarisierenden Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, drohender Alterarmut, fehlender Solidarität und ökonomische Spaltung erzählen. Da das Projekt als „Film von unten“ entsteht – finanziert von denen, die ihn sehen und zeigen wollen, organisieren die Filmmacher eine Crowdfunding-Kampagne.
Mehr Info: http://marketable-people.org/index.php/de

Umfrage zur bio-veganen Landwirtschaft

Der Biohof Hausmann in Rochlitz (Sachen, ca. 240 km von Berlin entfernt) möchte bio-veganes Obst und Gemüse nach Berlin liefern lassen. Um zu wissen beispielsweise, wie viel die potenzielle Kundschaft bereit ist, für bio-veganes Gemüse zu zahlen oder wie bekannt den Menschen überhaupt das Thema ist, führt der Hof gerade eine Umfrage durch: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScYfpRzG3CxfN3soILXbMKVb8Q26ob-AC6IfAPFCa5uZQ8QaA/viewform?fbzx=4117961151261527000

Weihnachtsküfa und Film "Cowspiracy" 22.12.

Am Do, 22.12. veranstaltet die Berliner Tierbefreiungsaktion (BerTA) eine Weihnachtsküfa mit anschließendem Filmabend in der Friedel (Friedelstraße 54). Ab 19h wird es ein deftiges Weihnachtsessen geben. Im Anschluss (ca. 20:00) gezeigt wird der Film "Cowspiracy".

Dieser Dokumentarfilm begleitet einen unerschrockenen Filmemacher auf einer Odyssee, im Verlauf derer er Stück für Stück den zerstörerischsten Industriezweig aufdeckt, den unser Planet kennt und versucht Antworten auf die Frage zu finden, warum die führenden Umweltorganisationen der Welt Angst haben, darüber zu sprechen.

Diese ispirierende doch auch erschreckende Dokumentation enthüllt die verheerenden Auswirkungen, welche die industrielle Tierhaltung auf unseren Planeten hat.

Weihnachtsangebot

Der Markt für Weihnachtsprodukte ist größtenteils auf Vorbestellung basiert - wer nicht früh genug bestellt und da schon abschätzen kann, wieviel denn verkauft wird, geht im schlimmsten Fall leer aus. Wir werden immer noch davon überrascht, WIE früh die Vorbestellungen gemacht werden müssen. Auch bei pünktlicher Bestellung sind wir gleichzeitig lieber vorsichtig, da es uns wichtiger ist, nichts wegzuschmeißen als die Garantie dass wir auch am 23.12. noch Schoko-Weihnachtsmänner verkaufen können. Daher können wir nur empfehlen, Eurerseits auch früh einzukaufen, was schon da ist, weil wir nicht wissen, wie lange die einzelnen Produkte noch lieferbar sein werden. Aber gerade haben wir folgendes da:

festlicher Braten - L'Herbivore (auf Vorbestellung, Proben ab Mittwoch im Laden)
vegane Ente: als Frischware von Vantastic Foods: €6,50/500g (Filet) und tiefgefronen mit Dr. Pogo Label: €5,30/500g (Filet), €6,40/600g (in Stücken)
Stollen: €7,20/500g - Majas
Mixgebäck: €3,60/150g - Majas
Familienpunsch: €3,10 inkl. 15c Pfand/0,7l - Voelkel
Glühwein: €3,60/1l
Pfeffernüsse: €2,50/100g - Linea Natura
verschiedene Lebkuchen: Elisenlebkuchen von Christofs: €4,80/175g, Lebkuchenherzen von Rosengarten: €3,20/175g, Lebkuchenherz von BioBack: €1,70/42g, Lebkuchen-Pferd mit Schokolade o. mit Glasur und Schokolade: €2,50/75g von BioBack, Kirschbomben-Lebkuchen: €4,90/200g und Ananasbomben-Lebkuchen: €5,40/200g von BioBack
Schoko-Weihnachtsmann: €2,90/80g - Rosengarten
Schoko-Lolly: 0,80/15g - Rosengarten
Punsch- und Glühweingewürz: €1,90/10g - Lebensbaum
Saftige Bio-Printen in Zartbitterschokolade: €2,20/60g - BioBack
Bratenstücke - Vegusto (Lieferung nächste Woche)

Fertige Krapfen können wir dieses Jahr nicht anbieten, aber bestimmt könnt ihr Euch bei Brammibals Donuts eindecken. Tipps für experimentierfreudige Krapfenbäcker*innen unter euch gibt's hier:
https://www.nu3.de/blog/vegane-berliner-pfannkuchen/
oder hier: http://www.gutekueche.at/vegane-faschingskrapfen-rezept-21762
oder auch hier: http://www.veganisstbunt.de/project/rezept-fuer-vegane-berliner-krapfen/

Neue Produkte

IT'S COWTIME Kalendar: €18
Ein Kalenderprojekt zu Gunsten von Hof Butenland, dem Kuhaltersheim auf Butjadingen. 40 % des Erlöses gehen als Spende an Hof Butenland, um die Tierschutzarbeit von Jan Gerdes und Karin Mück zu unterstützen. Es werden über 20 Kühe in gezeichneten Portraits vorgestellt und ihre Geschichte erzählt. Zu finden gibt's auch Redewendungen rund um die Kuh. Im A5 Format (Lieferung nächste Woche).
Mehr Info: http://itscowtime.de/der-kalender/

Tofu Manufaktur Soy Rebels - Räuchertofu mit Wildkräutern aus 100% Deutschen Bioland Sojabohnen: €2,20/100g

Bienenwerder - Chili Sauce Fruit oder Smokey, €4,90/150ml

Es gibt auch viel Neues für Brot und Pfanne im Kühlregal - am besten ihr kommt vorbei und schaut es euch selber an.

Lustig

DHL trifft den Weihnachtsmann - ein Comic von Ralph Ruthe (http://www.ruthe.de)

 

 

Der Newsletter vom 13.10.2016:

Hallo liebe Freund*innen! Der Herbst ist da und es ist wieder Zeit für den Dr. Pogo Newsletter!

Aus dem Laden
- #Pogokarte – Gedanken zum rabattierten verpackungsfreien Einkauf von losen Waren, Obst und Gemüse
- Besuch von Betrieben im Wendland
- Ladenumbau
- Gemüsekunde
- Änderung Cafe Libertad Preise
- Nach der Dr. Pogo-Umfrage: Wir antworten auf Anregungen

Außerdem
- Berliner Tierbefreiungsaktion: Veranstaltungsreihe zur Einführung in den Tierrechtsgedanken
- Ausstellung: ANIMAL LOVERS
- Greenmarket 17-18.12

Neue Produkte
- Verano Acrata
- L'Herbivore
- Xylitol Candies
- Candy Farm Riegel
- Prints und Taschen von NoMasFronteras

Aus Newsletter Nr. 19
- Wichtiges
- und Lustiges

Aus dem Laden

#Pogokarte – Gedanken zum rabattierten, verpackungsfreien Einkauf von losen Waren, Obst und Gemüse

Unser Rabattkartensystem begann als Versuch und hat sich seither mit dem Laden enorm weiter entwickelt. Einige Aspekte der Weiterentwicklung sind sichtbar, etwa die kontinuierliche Vergrößerung unseres Angebots von Obst undGemüse sowie an losen Waren. Viele Veränderungen sind nicht sichtbar, doch sind mit dem Angebot auch erhöhte logistische Anforderung verbunden wie z.B: Lagerung, Verderblichkeiten, kompliziertere Abläufe und nicht zuletzt die Verwaltung von derzeit 185 Pogokartenverträgen. Schön, dass so viele von euch unser Rabattsystem nutzen! Nichtsdestotrotz wollen wir das bisherige Angebot an unverpackten Waren weiter vergrößern sowie die Qualität erhalten und verbessern.

Da es in Verbindung mit den Pogokarten immer mal wieder zu Missverständnissen kommt, wollen wir euch hiermit einige Gedanken unsererseits näherbringen und an die für uns zentralen Prinzipien von Selbstverantwortung und Vertrauen appellieren.

Mit der Pogokarte wollen wir ein Angebot schaffen, das für alle von Nutzen ist.
Für euch: verpackungfreies Einkaufen von möglichst widerspruchsarmen Grundnahrungsmitteln, günstiger als abgepackt und individuell portionierbar, je nach Bedarf.
Für uns: bessere Kalkulierbarkeit und ein schnellerer Durchlauf von verfallsanfälligen Produkten.

Und nicht zuletzt für alle: Weniger Müll für das „Great Pacific Garbage Patch“, dafür (Mehr | Nähr-)wert durch frische und unverarbeitete Nahrungsmittel.
Wir haben mit der Pogokarte bewusst ein möglichst einfaches Modell der verantwortlichen Selbsteinschätzung gewählt - ohne Einkommensnachweise, für unterschiedliche Einkaufsgewohnheiten oder Versorgungsgemeinschaften. Daher ist die Karte für Einzelpersonen und mit einem monatlichen Beitrag nach Selbsteinschätzung von mindestens fünf Euro pro Person. Die Personenbindung soll sicherstellen, dass Karten nicht zweckentfremdet werden. Sie ist nicht dafür gedacht, durch die Freundeskreise gereicht zu werden. Falls mehrere Leute von unserem Angebot Gebrauch machen wollen, bitten wir euch, einfach mehrere Karten zu machen oder den monatlichen Betrag nach eurer Einschätzung entsprechend hochzusetzen. Wir bitten euch weiterhin zu bedenken, dass sich der Mindestbeitrag von fünf Euro pro Monat meistens bereits mit einem mittelgroßen Einkauf von Obst und Gemüse und/oder loser Ware ausgeglichen hat.

Für die Personenbindung wünschen wir uns eine verbindliche Regelung – nicht weil wir Bürokratie dufte finden, sondern weil das sonst als 11-köpfiger Kollektivbetrieb nicht handhabbar ist. Die Kündigungsfrist haben wir so gewählt, weil Lastschrifteinzüge immer bereits im Voraus von uns angewiesen werden müssen. Daher brauchen wir einen gewissen Vorlauf und können da keine Ausnahmen machen.

Zu guter Letzt: Gerade weil es in den letzten Jahren so gut mit euch geklappt hat, liegt uns dieser Teil des Ladens sehr am Herzen und wir wollen ihn unbedingt erhalten und schon in naher Zukunft weiter ausbauen!

Momentan gibt es bereits bis zu 140 verschiedene Produkte (von diversen Sorten Obst und Gemüse, über Hülsenfrüchte und Pasta bis hin zu Gummibärchen), welche in die Pogo-Rabatt-Kategorie fallen. Und wir planen noch in diesem Jahr, das Angebot von verpackungsfreien Waren spürbar aufzustocken. Solltet ihr diesbezüglich Wünsche oder Empfehlungen haben… her damit!

Besuch von Betrieben im Wendland

Zwei unserer liebsten Betriebe kommen aus dem Wendland und da deren Produkte regelmäßig zu uns kommen, sind wir im August mal selbst hingefahren.
Dass hinter der Mosterei Karmitz eine Landkommune mit gemeinsamer Einkommensökonomie steckt, welche außerdem zu einem beträchtlichen Teil selbstversorgt gut leben kann, wird nicht allen klar sein, die sich über den leckeren Saft mit den nichtklebenden Etiketten freuen. Wir haben die reichhaltigen Gärten besichtigt (s. Fotos 1-2) und mit Kommunard_innen über solidarische Ökonomie und übers Alles-Anders-Machen geredet. Schön da! (siehe dazu die angehängten Fotos Nr. 3-4)

Die Tofurei Wendland ist nicht weit weg, wie alles im Wendland; ein Steinwurf oder zwei. Der Tofu aus Kollektivproduktion mit ganz besonderer Räuchernote wurde denn gleich bei der Herstellung inspiziert (s. Foto 5). Eigentlich sieht's ganz einfach aus... bloß so eine Sojamilchmaschine aus China, (s. Foto Nr.6) die müsste man haben. Der Tofu wird in sorgfältiger Handarbeit in einer ehemaligen Käserei (sozusagen gone vegan) hergestellt, durch die Vakuumierung ist der Tofu aus österreichischen Sojabohnen dann eine ganze Weile haltbar. Lecker...

Ladenumbau

Diese Ankündigung wird sicherlich nicht alle fröhlich machen: Ende Oktober planen wir einen Ladenumbau zu machen; ein wesentlicher Teil davon ist, unsere Café-Ecke in Verkaufsfläche umzuwandeln. Danach werden wir Kaffee und Snacks hauptsächlich als To-Go anbieten. Dafür aber wird mehr Platz entstehen um unser Sortiment zu erweitern und etwas zu entzerren. Langsam aber sicher sollen außerdem weitere Kategorien im Laden auftauchen, wie etwa dekorative Kosmetik und lose Reinigungsmittel. Eines Montags solltet ihr also eine Veränderung feststellen - wir freuen uns schon auf den frischen Wind im Verkaufsraum.

Kleine Gemüsekunde (Spezielles aus Bienenwerder)

Der Pattison-Kürbis (die weißen/gelben Ufos) ist ein beliebter Sommerkürbis. Dafür, dass es eine der ältesten erhältlichen Kürbissorten ist, lässt er sich sehr vielfältig verwenden. Grillen, braten, backen (am besten aushöhlen, herzhaft füllen und los) oder einfach mit anderem Gemüse zusammen kochen. Anwendung also wie Zucchini letztlich, aber im Geschmack trotz besserer Lagerfähigkeit doch irgendwie feiner und zudem eine richtige Augenweide. Schade, dass der Sommer vorbei ist und die letzten Patisson wohl schon sehr bald in diversen Bäuchen verschwunden sind.

Der Sweet Dumpling dagegen ist sehr lagerfähig, wobei mit dem Fortschreiten der kalten Jahreszeit seine Haut immer dicker wird und alsdann bald nicht mehr geeignet ist, mitgegessen zu werden. Wie der Name schon sagt, besticht diese Sorte durch ihren überaus süßen Geschmack und wird wohl deshalb von vielen als Lieblingssorte gewählt. Eine ganz simple Variante: als ganzes Backen, frisch aus dem Ofen aufschneiden und nur mit Margarine, Salz und Pfeffer auslöffeln. Ein Dumpling ist die perfekte Portion pro Person.

Änderung Café Libertad Preise

Einige Preise der Kaffeesorten von Café Libertad haben sich plötzlich geändert.
Die Ursache liegt im steigenden Dollar, der als Rohkaffeewährung in Honduras gilt, im Verhältnis zum fallenden mexikanischen Peso gegenüber dem Euro. Café Libertad gibt solche Preisveränderungen jährlich weiter, da den Kleinbäuer*innen dadurch gleichbleibend hohe Preise für ihren Rohkaffee zu garantiert werden und der Kaffee hier trotzdem erschwinglich bleiben soll.
 
Sorten mit zapatistischem Kaffee sind bei 500g daher um ca. 30 Cent günstiger, der "Las Chonas" ist jedoch um 25 Cent teurer geworden. Etwas teurer, um 5 Cent pro Packung, wird auch der gemahlene "Störtebeker" und "Sonador". Mehr dazu auf http://www.cafe-libertad.de und auf dem Infozettel an unserem Kaffeeregal im Laden.

                               
Nach der Dr.Pogo-Umfrage: Wir antworten auf Anregungen
1.Folge: Bio-veganer Gemüseanbau

Vor kurzem haben wir im Veganladen eine Umfrage durchgeführt, an der sicherlich manche von euch teilgenommen haben.
Wir haben viele interessante Erkenntnisse daraus gezogen. Heute und inden kommenden Newslettern, möchten wir auf Themen eingehen, die ihr angeregt, erfragt oder kritisiert habt.

In diesem Newsletter gehts los mit der Frage, warum wir nicht alles Obstund Gemüse, oder zumindest einen größeren Teil davon, ausbio-veganer Landwirtschaft anbieten.
Eine erste Antwort darauf ist einfach: Es gibt kaum Betriebe, die bio-vegan wirtschaften. Im Moment sind es im bundesdeutschen Raum um die 20 Betriebe, wie ihr in diesem Interview nachlesen könnt. Einige der rar gesäten bio-veganen Projekte sind auch keine kommerziellen Erzeuger, sondern CSAs,SoLaWis, Selbstversorgungsprojekte o.ä.
Wir hatten eine Zeitlang Kartoffeln aus bio-veganer Landwirtschaft, die wir ohne Großhändler direkt vom erzeugenden Betrieb bekommen haben.

Für einen Laden ist es wichtig, dass bestimmte Grundnahrungsmittel immer verfügbar sind. Deshalb müssen wir bei den allermeisten Produkten auf die Belieferung über den Bio-Großhandel zurückgreifen, solange uns keine tolleren Bezugsquellen wie z.B. (vegane)Landwirtschaftskollektive über den Weg laufen, die unseren Bedarf alternativ decken.
Obwohldas Biologisch-Vegane Netzwerk (BVN) schon vor über zehn Jahren gegründet wurde, ist eine Vereinsgründung erst für dieses Jahrvorgesehen. Die Vereinsgründung wäre die Grundlage dafür, dass Betriebe - ähnlich wie in den klassischen Bio-Anbauverbänden - vom Biologisch-Veganen Netzwerk darauf überprüft werden, ob sie die auferlegten Veganrichtlinien einhalten. Nur wenn dies gewährleistet ist, kann einem Produkt das Label „kontrolliert bio-vegan“verliehen werden.

Wir im Veganladenkollektiv würden es sehr begrüßen, wenn wir bald Handelspartner*innen hätten, die eine vegane Landwirtschaft umsetzen. Als Ladenkollektiv, das euch in erster Linie vegane, aber auch möglichst fair-/kollektiv produzierte und möglichst regionale Produkte anbieten möchte, sind wir allerdings darauf angewiesen,dass es da draußen irgendwo die Betriebe gibt, deren Ideale mit unseren übereinstimmen.

Bio-Lebensmittelsind bekanntermaßen teurer als konventionelle. Das liegt im Wesentlichen an dem um ein Vielfaches erhöhtes Maß an Handarbeit,die in den fertigen Bio-Lebensmitteln im Vergleich zu konventionellen drinsteckt und natürlich auch an Ernteeinbußen und eingeschränkteren Möglichkeiten der Haltbarmachung des Lagerguts, die Bioerzeuger*innen zu Ungunsten der Chemiekeulen hinnehmen müssen. Mit dem Bio-Boom sind Bio-Lebensmittel billiger geworden, weil sie in größerem Stil produziert werden. Es gibt viel mehr Bio-Betriebe als früher und diese können sich leicht auf zwei Kulturen, z.B.Kartoffeln und Erdbeeren spezialisieren. Durch diese Fokussierung sind sie eher in der Lage für diese beiden Kulturen z.B. einen Vollernter und eine Pflanzmaschine anzuschaffen und die Kartoffeln und Erdbeeren werden „bezahlbarer“. Wenn sich die bio-vegane Landwirtschaft in den nächsten Jahren etabliert, werden die produzierenden Betriebe wieder dort anfangen müssen, wo einst die Öko-Bewegung mit den Pionierverbänden Bioland, Naturland, Gäa und Demeter startete: Kleine Betriebe mit einer neuen Idee, die in kleinem Umfang (leider) vergleichsweise teure Produkte produzieren und dabei Qualitätseinbußen im Vergleich zu den konventionellen Pendants hinnehmen müssen. Das heißt z.B. Fraßschäden, unregelmäßiges Wachstum, sichtbare Zeichen von  Pflanzenkrankheitenan der Ware.
Die Frage ist dabei immer: Wer kann sich das leisten? Und es wird emanzipatorisch eingestellte Menschen vermutlich auch weiterhin spalten oder zumindest in heißen Diskussionen beschäftigen, ob es elitär sei Bio-Produkte zu kaufen... Aber von solchen Debatten einmal abgesehen, ist es uns als Kollektiv einfach ein Anliegen  euch sowohl ein - für Bio-Verhältnisse - relativ billiges Öl anzubieten und gleichzeitig das nicht gerade billige Olivenöl aus der anarchistischen Kooperative. Diesen Spagat zu schaffen, ist einer der Gründungsgedanken unseres Ladens.

Damit wollen wir nicht sagen: „Vegane Lebensmittel, die von grundauf bio-vegan angebaut wurden, sind teuer, Leute, lassen wir die Fingerdavon!“, sondern lediglich aufzeigen, was das für uns als Laden und euch als Käufer*innen mit verschiedenen Visionen von einer ausbeutungsfreieren Welt und mit unterschiedlich dickem Portemonnaie bedeutet.
Wenn euch die bio-vegane Landwirtschaft sehr wichtig ist, wäre ein Tipp der diese Widersprüche in den kommenden Jahre vielleicht überbrückt: Schließt euch den bio-vegan produzierenden CSAs und SoLaWis an. Unterstützt sie tatkräftig, um eine langfristige Perspektive für eine ertragreiche bezahlbare bio-vegane Landwirtschaft zu schaffen. Wir werden weiterhin versuchen bio-veganen Gärtner*innen und Landwirt*innen ihr Gemüse abzukaufen und alles was euch diese Initiativen (noch) nicht an Obst-, Gemüse-, Getreide-, und Hülsenfruchtvielfalt bieten können, könnt ihr weiterhin bei uns in einer noch nicht ganz veganen Interimsqualität mindestens bio-zertifiziert käuflich erwerben.

Außerdem

Berliner Tierbefreiungsaktion: Veranstaltungsreihe zur Einführung in den Tierrechtsgedanken

Die Veranstaltungsreihe läuft zwar schon, aber einige Vorträge und ein Filmaabend erwarten euch noch. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird der Zusammenhang von globalem Klimawandel, Ressourcenverknappung und Tiernutzung beleuchtet und diskutiert. Weiterhin wird der Umgang mit Tieren in unserer Gesellschaft thematisiert und hinterfragt. Mehr Info und Termine hier: http://berta-online.org/

Ausstellung: ANIMAL LOVERS

Die künstlerischen Arbeiten geben Impulse für ein neues Verständnis der Beziehungen zwischen Menschen und Tieren und regen eine Anerkennung von Tieren als gleichberechtigte Gegenüber an. Mensch-Tier-Verhältnisse sind gesellschaftlich gemacht und damit veränderbar.  Die ausgewählten Arbeiten verhandeln kritisch bestehende Ungleichverhältnisse, sie legen Widersprüche und Klischees im alltäglichen und medialen Umgang mit Tieren offen.

15. Oktober - 27. November 2016 bei nGbK, Oranienstraße 25, Eröffnung mit Performance am 14. Oktober!
http://ngbk.de/development/index.php?option=com_content&view=article&id=433&lang=de#2016-10-14


Greenmarket Winter Edition 17-18.12

Dieses Jahr sind wir beim GreenMarket Winter Edition dabei. Dieser findet am 17. und 18. Dezember auf dem Rollberggelände statt (http://greenmarketberlin.com/).

Neue Produkte

L'Herbivore: Malzbier-Tomate-Grillscheibe, Smoky-Bratscheibe, Kräutergrillscheibe, Bratstreifen, Hack, Grillwürstchen: 3,40-3,60€/160-200g
Seit Anfang 2016 produziert L'Herbivore in ihrer Küche in der Petersburger Straße in Berlin Seitan-Lupinen-Spezialitäten. Alles ist 100% bio, 100% vegan und 100% handgemacht. Verarbeitet werden vorzugsweise regionale Produkte, zum Beispiel Sonnenblumen- und Rapsöl statt Palmfett.
http://lherbivore.de/

Verano Acrata: Rotwein aus anarcho-syndikalistischem Netzwerk von Kollektivbetrieben: 8,50€/0,75l
Der kräftige Rotwein aus der Region Burgos (Spanien) ist ein Tribut und Andenken an die Generation libertärer und anarchistischer Aktivist_innen im Sommer der Anarchie vor 80 Jahren! Hergestellt in einem CNT (IAA) organisierten Betrieb und bio-zertifiziert. Er wird in Berlin hauptsächlich in Geschäften vertrieben, die wie Dr. Pogo in der Union Coop organisiert sind.
Union Coop? schonmal gehört, was ist denn das? Bereits jetzt gibt es Flyer bei uns im Laden, demnächst geht auch www.union-coop.org/ mit mehr Inhalten als bislang online.

Xylitol Candies in Geschmacksorten Schokolade, Caramel Coffee und Himbeere: 2,50€/100g (als lose Ware)!
Für Diabetiker*innen geeignet.

Candy Farm: Handgemachte Riegel aus Berlin mit dunkler Schokolade, 2,40-2,50€/30-35g

Prints und Taschen von NoMasFronteras: Zwei Brüder versuchen über diese Möglichkeit ihre Familie nach Europa zu holen. Leider können wir die Prints und Taschen im klassischen Tattoostyle im Laden nicht verkaufen. Deshalb machen wir auf diesem Wege darauf aufmerksam.

http://nomoreborders.bigcartel.com/

"We are Diego and Roberto, two old school vegan brothers who have the best veggie parents that anyone could ever wish for, but for the last twelve years, we have been separated from them by the great distance between two continents: Europe and South America. Our parents live in Uruguay and we live in Germany and Spain. We came to Europe as many immigrants do: to try to forge a better future for us and for our family back home. We have been working here and sending money back to them every month as support. We have been dreaming in hopes that someday things will change and we will all be able to live together as a family once again. But sometimes you can´t accomplish on your own everything that you wish for. This is the reason we are selling these benefit full-color beautiful prints, designed with the help and support of friends who are tattoo artists."


Aus Newsletter Nr. 19

Viele von Euch haben den Newsletter nicht bekommen, weil es einen Fehler bei der Adressierung gab. Die noch immer relevanten Infos deshalb nochmal in Kürze:

Danone hat WhiteWave Foods und damit auch die Tochterfirmen Alpro sowie Provamel geschluckt.
Deshalb verkaufen wir keine Provamel Produkte mehr.

Neuprodukte:

SOLIMATE 1,75€/0,33l inkl. 0,25€ Pfand
http://solidrinks.de/

Zuziehbeutel: Statt Papiertüten zu benutzen, könnt ihr jetzt bei uns Stoffbeutel für lose Ware in drei Varianten kaufen: klein (1,10€), mittel (1,20€) und groß (1,50€).
 
Recycling WC-Papier: 3,40€ / 8 Stück
Recycling Küchenrolle: 4,50€ / 4 Stück
Recycling Taschentücher: 2,60€ / 15 Stück
Recycling Kopierpapier: 3,50€ / 500 Blatt

Lustig

Es gibt einen Pogo-Knigge! Das ist ein kleiner, mit viel Humor und Liebe zum Detail gestalteter Comic, den wir euch sehr gern komplett zeigen würden. Online gibt es allerdings nur ein Kapitel zu sehen:

http://hochpolitisch.de/comics_pogo.html