Sechs- bis achtmal im Jahr geben wir einen Newsletter heraus. Darin findet Ihr Veranstaltungs- und Literaturhinweise sowie aktuelle Infos zu unserem Angebot und zu verschiedenen Themen rund um den Veganismus (und was uns sonst noch berichtenswert erscheint).

Bitte schreibe uns eine kurze Mail, wenn Du den Newsletter abonnieren möchtest.


Der aktuelle Newsletter vom 24.02.2017:

Hallo, liebe Freund*innen! Es ist wieder soweit - Zeit für den Dr. Pogo Newsletter!

Aus dem Laden
-Ladenumbau - was ist alles neu?
-Kakao und Kaffee bei Dr. Pogo: Warum gibt es die bei uns nur mit Zertifizierung?
-Umgang mit der Pogokarte im Krankheitsfall
-Nach der Dr. Pogo-Umfrage: Wir antworten auf Anregungen #2 – Dr.Pogo und Kiezaufwertung
-Hundefutterproben zu verschenken
-Hohe Gemüsepreise: Missernten wegen Kälte


Außerdem
-Kiez-Demo gegen Verdrängung: 25.02, 14:00, Heinrichplatz (Kreuzberg)
-Petition für eine vegane Option in Kitas (Friedrichshain-Kreuzberg)
-Neue Produkte
-Lustig

Aus dem Laden

Ladenumbau - was ist alles neu?

Vieles! Es hat eine Weile gedauert, aber der Umbau ist voerst abgeschlossen. Kleine Änderungen kommen noch, und natürlich wird sich das Sortiment in verschiedenen Produktkategorien Schritt für Schritt erweitern. Das ist momentan bei den Getränken schon der Fall – auf dem neuen Regal findet ihr neue Sorten Bier, Limo und Saft – hier empfehlen sich vor allem regionale Mischsäfte aus der Märkischen Schweiz (mehr Info unten). Auch bei den Snacks und Drogerieartikeln (Windeln!) könnt ihr bald oder schon jetzt Neuigkeiten antreffen. Stay tuned!

Beim Umräumen hatten wir auch eure Anmerkungen aus der Kund_innen-Umfrage von letzen Sommer auf dem Schirm. Ihr habt darauf hingewiesen, dass manche Produkte schwer zu finden sind oder ihre Lage unlogisch scheint (abgepacker Reis etwa sollte beim losen Äquivalent stehen). Das wollen wir verbessern und hoffen, dass, obwohl jetzt gerade viele verwirrt sind („Wo ist denn der Kaffee?!“), der Laden schlussendlich übersichtlicher sein wird.

Kakao und Kaffee bei Dr. Pogo: Warum gibt es die bei uns nur mit Zertifizierung?
Die Herkunft der Produkte, die wir verkaufen, liegt uns am Herzen – das ist klar. Dabei sind uns verschiedene Faktoren wie Transportwege, nachhaltige Produktion, Arbeitsbedingungen, Transparenz der Hersteller_innen und Zwischenhändler_innen wichtig. Besonders im Bezug auf Produkte, die notwendigerweise aus Übersee kommen und für viele unverzichtbar sind. In diese Kategorie fallen Kakao und Kaffee. Da vielleicht nicht alle unsere Politik zu diesen Produkten kennen, möchten wir hier erläutern, welche Gedanken hinter der Produktauswahl in unserem Laden stehen.

Bei Dr. Pogo findet ihr i.d.R. keine Kakao- und Kaffeeprodukte, die nicht biozertifiziert und/oder fair gehandelt sind. Wir wollen es, soweit es möglich ist, ausschließen, dass durch unseren Handel ausbeuterische Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Preisdumping und unverantwortlicher Umgang mit chemischen Düngern und Pestiziden unterstützt werden. Das ist leider alltägliche Realität auf konventionellen Kakao- und Kaffeeplantagen, die für den Weltmarkt liefern, der durch wenige Großkonzerne wie Nestlé und co. dominiert ist. Aufgrund ihrer dominanten Markposition können sie Preisdumping betreiben: Es muss für die Endverbraucher_innen doch günstig sein, aber der Gewinn darf nicht geschmälert werden. Ihr wisst schon, wer hier verliert. Eine Auflistung aller Probleme der existierenden kapitalistischen Wirtschaftsweise würde vielleicht den Rahmen dieses Newsletters sprengen.

In Bezug auf diese ungerechte Welthandelsverhältnisse ist uns sehr wichtig, ein Zeichen dagegen zu setzen, auch wenn bei „gerechteren“ Produkten bei weitem nicht alles perfekt ist. Uns ist wichtig, dass Produkte wie Kaffee und Kakao zu konsumieren oder zu verkaufen, Verantwortung mit sich bringt: Verantwortung dafür, was dieser Konsum für Menschen bedeutet, die in die mehrstufige Herstellungskette involviert sind. Besonders im Bereich Kakao und Kaffee hat es ausreichend Berichterstattung z.B. über Kinderarbeit gegeben. Daher haben wir für diese Waren den beschriebenen, relativ harten Maßstab gewählt.

Alternativen sind ja reichlich vorhanden. Außer den zertifizierten Schokoladen achten wir darauf, dass jegliche Produkte, die Kakao enthalten, entsprechend zertifiziert sind: Schokocremes, Puddings, Kakaonibs, Schokodrinks etc. Beim Kaffee sind unsere zwei Hauptlieferanten Café Libertad und das Kaffeekollektiv Aroma Zapatista. Beide arbeiten nach Prinzipien solidarischer Ökonomie, beziehen Kaffeebohnen von zapatischen Kooperativen in Chiapas (Mexiko), aber auch aus Frauenkooperativen in Honduras (Las Chonas) oder aus indigenen Kooperativen in Kolumbien (fast alle Sorten Aroma Zapatista enthalten einen Anteil davon). Bei uns im Ausschank bekommt ihr Kaffee von der Berliner Rösterei Flying Roasters, die ebenso solidarisch und direkt mit dem Kaffee handelt und außerdem mit uns zusammen die Union Coop gegründet hat. Gerade bei unserem Kaffee sind nicht unbedingt anerkannte Zertifizierungsbüros die Garanten für die Einhaltung unserer Standards, sondern die viel weitergehenden, tiefen Überzeugungen unserer Handelspartner_innen.

Überzeugt? Dann kommt doch vorbei auf 'ne Tasse Espresso!
Weitere Anregungen für uns hinsichtlich ethischer Beschaffung? Bitte her damit!

Wichtige Infos:
Siegel für fairen Kakao: https://utopia.de/ratgeber/fairtrade-schokolade-siegel/
Häufige Fragen zum Café Libertad: http://www.cafe-libertad.de/shop/infos/faq
Aroma Zapatista: https://www.aroma-zapatista.de
Flying Roasters: https://www.flyingroasters.de

Umgang mit der Pogokarte im Krankheitsfall

Wie wir im letzten Newsletter nochmal erinnert haben, ist die Pogokarte personengebunden und darf nicht weitergegeben werden. Die Praxis hat allerdings gezeigt, dass in besonderen Situationen eine Ausnahme hilfreich wäre. Deswegen haben wir beschlossen, eine Regelung für längere Krankeitsfälle einzuführen. Dabei gilt Folgendes:
Urlaube sind von der Sonderregelung ausgeschlossen.
In der Zeit, in der ein_e Pogokartenbesitzer_in durch Krankheit (oder auch z.B. Wochenbett) nicht in der Lage ist bei uns einzukaufen, kann die Karte auf eine andere Person übertragen werden.
Eine Übertragung der Karte muss mindestens 4 Wochen aber höchstens 2 Monate gelten.
Die Dauer der Übertragung darf im Verlauf nicht unter das 4-Wochen-Minimum geändert werden.
Die Originalkarte wird für die Zeit eingezogen, der_die Ersatzeinkäufer_in kann mit einer Vollmacht, die von uns bestätigt wird (Formulare gibt es im Laden) rabattiert einkaufen.

Bei Fragen sprecht uns gerne an. Wir bitten um Verständnis, dass die Regel in Einzelfällen nicht geändert werden kann und appellieren an eure Selbstverantwortung und Ehrlichkeit.

Nach der Dr. Pogo-Umfrage: Wir antworten auf Anregungen #2: – Dr. Pogo und Kiezaufwertung

In unserer Umfrage wurden wir gefragt, wie wir damit umgehen, dass unser Laden zur Gentrifizierung beiträgt.

Hier eine Antwort auf diese Frage, die die Meinung eines Kollektivmitglieds wiedergibt:

Als ich vor einigen Jahren Mitglied in einem interkulturellen Nachbarschaftsgarten hier in Berlin war, wurde mir in einem Interview schon einmal eine ähnliche Frage gestellt. Damals antwortete ich, dass ich mir zwar darüber im Klaren sei, dass so ein Garten die Gegend interessanter für Tourist*innen und wohlhabende Mieter*innen macht, dass ich es mir aber dennoch nicht nehmen lassen möchte, mir mein Leben gemeinsam mit anderen schön, nützlich und nach meinem Ästhetikempfinden zu gestalten. Mir sei jedoch wichtig, die entsprechenden sozialen Kämpfe mitzuführen. Das heißt zu Mietenstopdemos gehen, Unterstützung der „Mietergemeinschaft“ durch meine Mitgliedschaft, Unterstützung von und Solidarität mit Hausprojekten, Sozialberatungen, Geflüchteten- Wohnungslosen- und Sexarbeiter*innen-Initiativen.

So ähnlich sehe ich das auch im Bezug auf das Dr. Pogo Veganladenkollektiv. Ich finde, auf der einen Seite müssen auch wir uns den Schuh anziehen: Ein Laden wir der unsere wertet definitiv den Kiez auf! Bloß warum?

Durch die speziellen Produkte; die teure „vegane Ente“ aus Seitan, das fairtradeproduzierte T-Shirt aus Bio-Baumwolle, durch die in kleinen Mengen in Handarbeit produzierten Kosmetika und Lebensmittel, deren Preise erstmal horrend aussehen, wenn man den Einkauf im Supermarkt gewöhnt ist?

Was heißt denn „Kiezaufwertung“? Das ist nicht nur ein „Teurermachen“, sondern vorallem ein „Interessantermachen“. Der Wagenplatz „Kreuzdorf“ beispielsweise kann in Touristikführern als „das ursprüngliche wilde Kreuzberg“ beworben werden und aufwertend wirken.

Auf der anderen Seite finde ich müssen wir uns diesen Schuh überhaupt nicht anziehen: „Vegan“ wird zwar mit hip und trendy und gesund verbunden und hat den Ruf teuer zu sein. Aber wir sind mit unserer Ladengründung nicht auf den Vegan-Wellness-Zug aufgesprungen, um die Welt vegan zu kommerzialisieren. Wir sind ein Stück selbstverwaltete kollektiv organisierte Struktur, vernetzt mit anderen kollektiv organisierten Strukturen in Berlin und überregional, die sich eine solidarischere Welt wünschen. Vegan zu leben hat für uns Kollektivmitglieder aus verschiedensten ethisch-politischen Gründen dazugehört; es ist eine Schnittmenge, die uns bewogen hat diesen Laden zu gründen. Manche von uns leben erst seit ein paar Jahren vegan, andere seit über 20 Jahren. Wir sind mit dem Wunsch angetreten, ein verpackungsfreieres Einkaufen zu ermöglichen, bei dem wenigstens die frischen Produkte keinen allzuweiten Lieferweg haben, unseren Kund*innen die Möglichkeit zu geben, zwischen billigeren Bio-Produkten (der Großhandelsware) und den ganz politisch korrekten, dafür teureren, kollektiv produzierten Produkten auszuwählen und mit eigenen Wünschen und Ideen unser Sortiment mitzugestalten.

Manchmal frage ich mich: Woher kommt der Gedanke, das Dr. Pogo Veganladenkollektiv sei so ein Gentrifizierungsfaktor? Vielleicht von der Definition von „Gentrifizierung“…

Ich bin der Meinung, Gentrifizierung läßt sich eben nicht darüber definieren, ob man dazu beiträgt, einen Kiez im weitesten Sinne schöner und sauberer zu gestalten. „Sauberkeit“ kann im Übrigen auch wesentlich Barrierefreiheit bedeuten! Sperrmüllfreie Straßen und Gehwege lassen Platz für Rollstühle; kippen- und spritzenfreie Spielplätze und hundekackefreie Gehwege geben die Freiheit, Kinder unbeaufsichtigt spielen zu lassen. Ein überschaubares geordnetes Kiez läßt erst zu, dass sich Menschen mit sozialen Ängsten, sowie manche Senior*innen trauen, regelmässig und ohne Begleitung ihre Wohnung zu verlassen und ist somit gelebte Enthinderung. Insofern ist die affirmative Haltung zu Dreck und Vermüllung nur scheinbar eine gentrifizierungskritische. Auf den zweiten Blick entpuppt sie sich meiner Meinung nach als verkürzte Kritik von Menschen, die eher mit hegemonialen Privilegien ausgestattet sind.

Wer zu mir in den Laden reinkommt und sagt, dass er*sie Hunger hat, geht nicht hungrig wieder raus. Das mag sich sozialromantisch anhören und sicherlich müsste ich einen anderen Weg finden, wenn ihr von heute auf morgen alle anfingt zu schnorren, anstatt einzukaufen… :)

Was ich damit verdeutlichen möchte, ist, dass sich Gentrifizierung meiner Meinung nach nicht daran festmacht, ob da jetzt ein hübscher hip-aussehender Bio-Laden im Kiez ist, in dem es (angeblich) nur teure Sachen zu kaufen gibt. Gentrifizierung macht sich daran fest, ob Menschen ausgeschlossen werden! Man ist ausgeschlossen, wenn im eigenen Kiez ein schickes Restaurant eröffnet, mit dessen Dresscode der eigene Kleiderschrank nicht mithalten kann. (Dr. Pogo schließt nur PelzträgerInnen1 aus ;).) Man ist ausgeschlossen, wenn im eigenen Kiez ein Bio-Laden eröffnet, dessen Preise man sich nie im Leben leisten kann. (By the way: Schonmal die Preise unserer losen Ware ausgerechnet?!?) Man ist ausgeschlossen, wenn sich in den Straßen des eigenen Kiezes zwar Restaurants und Imbisse aneinanderreihen, der nächste Drogeriemarkt aber in jede Richtung einen Kilometer entfernt liegt.

Ja, das Veganladenkollektiv wertet das Kiez einerseits auf, doch Gentrifizierung heißt vorallem Ausschluss und Verdrängung und ich bin nicht der Meinung, dass Dr. Pogo Menschen ausschließt.

Mit diesem Widerspruch verbleibe ich ... mit den besten Grüßen an euch und freue mich, euch bald wieder beim Einkaufen zu begegnen. :) Tjona

Hundefutterproben zu verschenken

Wir haben von Edgar reichliche Mengen an Hundefutterproben bekommen. Ihr findet die im Karton beim Regal gegenüber der Kasse. Gerne könnt ihr Euch eine Probe mitnehmen! Das Päckchen wird es bald auch zu kaufen geben, dann ideal als Snack für unterwegs.

Hohe Gemüsepreise: Missernte wegen Kälte

Ein Kilo Zucchinis für 7,90€ und die kacken kein Gold?! Wieso der hohe Preis? In den Gemüseanbaugebieten Spaniens, der Türkei und Italiens ist es in der letzten Zeit so kalt geworden wie teilweise seit 50 Jahren nicht. Minusgrade machen Ernten kaputt, unter dem Gewicht von liegen bleibenden Schnee brechen Plastiktunnel zusammen, in denen das Gemüse wächst. Wenig verfügbare Ware führt zu teuren Preisen. Zum Glück ist das schlimmste bereits überstanden, Zucchini, Broccoli und co haben erstmal wieder die gewohnten Preise. Wir raten ja sowieso regionalem Gemüse. Wir haben im Angebot, was der Winter so hergibt: Also Bühne frei für Weißkohl, Karotte, und ganz neu: Weiße Rübe!

Außerdem

Kiez-Demo gegen Verdrängung: 25.02, 14:00, Heinrichplatz (Kreuzberg)

In Kreuzberg sind mehrere Läden akut räumungsbedroht. Bei allen Fällen ist klar, dass die Vermieter mit ihrem Eigentum mehr Profit machen wollen und deswegen die bisherigen Läden loswerden wollen. In Berlin steigen die Mieten rasant an, immer mehr Menschen, aber auch viele kleine Läden werden verdrängt. Häufig kommt es auch zu Zwangsräumungen – die gewalttätigste Art der Verdrängung.

Die bedrohten Läden in Kreuzberg haben sich zusammengeschlossen und es gab eine gemeinsame Kiezversammlung. Nun folgt eine Demonstration zu den betroffenen Läden. Die Demo soll ein Zeichen der Solidarität senden und die Nachbarschaft informieren.

Mehr Info: http://berlin.zwangsraeumungverhindern.org/2017/02/17/kiez-demo-gegen-verdraengung-25-2-heinrichplatz/

Petition für eine vegane Option in Kitas (Friedrichshain-Kreuzberg)

Diese können Menschen aus dem Bezirk bei uns unterschreiben.
Mehr Infos dazu: https://sentience-politics.org/de/politik/veggie-buergerbegehren-berlin/

Neue Produkte

Dekorative Crazy Rumors Hibiskiss Lippenstifte  in verschiedenen Farben - Dekorative Kosmetik ist langsam auf dem Vormarsch! 1 Stück/€3,90
Libuni Reisdrink Basis: Reisdrinkkonzentrat zum Mischen mit Wasser - spart Verpackung und schont das Portemoinnae! 500g/€3,40
Oatly Barista: Hafermilch zum Aufschäumen, 1l/€2,50
Regionale Säfte aus Bergschäferei in Märkischer Schweiz: Rote Bete-Apfel-Quitte, Apfel-Birne-Quitte, Rhabarber in Apfel: 0,75l/€2,90 sowie Apfel- und Birnendireksaft im Karton: 3l/€7,50
http://www.bergschaeferei.de
Simply V - Käsealternative auf Mandelbasis, ohne Soja: verschiedenen Sorten als Scheiben und Streichkäse, 150g/€2,90
Vio.Me Seifen aus der besetzten Fabrik in Griechenland: Wir haben wieder die Soli-Seifenstücke und probieren auch einige Flüssigreiniger aus. Erstmal haben wir nur sehr begrenzte Mengen, künftig soll es mehr werden, je nach Feedback von Euch, ob das Zeug seinen Zweck erfüllt.
Handgemachte Schokoladen vom Bernsteinzimmer: Kaffee-Kokosblütenzucker, Erdnuss-Karamell, Maple-Pekan und Salz, Walnuss-Zitrone, Mohn-Cranberry: 90g/€5,90
https://www.dasbernsteinzimmer.com/

Lustig

Noch was zum prokrastinieren? Auch wir sind ja gern mal damit konfrontiert, dass Leute gar nicht wissen, was wir denn da eigentlich verkaufen. Da könnte ein Shirt helfen. Z.B. mit dem Motiv "That shit is radicchio". Amerikanische Redewendungen adaptiert auf Lebensmittel, das gibts hier:
https://www.etsy.com/shop/BadPickleTees (Soll keine Werbung sein, handelt sich um ein Ergebnis aufwändiger Aufgabenaufschiebung.) 

 

 

Newsletter vom 10.12.2016:

Hallo liebe Freund*innen! Der Winter ist (fast) da, das Jahr geht zu Ende und es ist wieder Zeit für den Dr. Pogo Newsletter!

Aus dem Laden
- Öffnungszeiten während der Feiertage
- Ladenumbau (fast) fertig - keine Sitzmöglichkeit mehr
- Kleine Gemüsekunde

Außerdem
Green Market Winter Edition 17-18.12
Crowdfunding für den Film "Der marktgerechte Mensch"
Umfrage zur bio-veganen Landwirtschaft
Weihnachtsküfa und Film "Cowspiracy" 22.12.

Weihnachtsangebot

Neue Produkte

Lustig
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Aus dem Laden

Öffnungszeiten während der Feiertage

Zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir wie folgt auf:
24.12 9-14 Uhr (statt bis 16 Uhr)
25-27.12 geschlossen (wir haben beschlossen, einen Tag nach den Feiertagen frei zu haben)
28.12 9-20 Uhr (statt ab 12)
29-30.12 9-20 Uhr
31.12 9-14 Uhr (statt bis 16 Uhr)

Wir wünschen euch schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2017!

Ladenumbau (fast) fertig - keine Sitzmöglichkeit mehr

Wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, haben wir den Laden teilweise umgebaut. Die Sitzecke wird in Regalfläche umgewandelt, aber am kleinen Stehtisch könnt ihr euch voraussichtlich weiterhin einen Espresso, Snacks o.ä. gönnen. Ansonsten gibt es natürlich weiter Kaffee zum Mitnehmen. Um weniger Müll zu produzieren, könnt ihr übrigens gerne euren eigenen Becher mitbringen.

Auch einige Produktgruppen haben ihren Platz geändert: Gewürze (jetzt beim Obst und Gemüse) oder Nussmusse, Soßen, Senf und Algen (jetzt am neuen Regal vorne bei den Tiefkühlern). Wie verwirrend! Falls etwas nicht zu finden ist, fragt uns gerne.

Da es leider recht umständlich ist, während des Ladenbetriebs zu bauen, bleiben uns fast nur die Sonntage, weswegen es so lange dauert. Wir entschuldigen uns für die Unordnung und hoffen, dass unser erweitertes Sortiment euch bald entschädigen wird.

Kleine Gemüsekunde - Wintergemüse

Bei uns gibt es gerade Schwarzwurzeln, die auch Arme-Leute-Spargel (oder Winterspargel) genannt werden. Wegen der dunklen Schale sehen sie eher unauffällig aus, schmecken aber eigenartig: nussig, würzig, ein bisschen milder als Spargel. Die Verarbeitung benötigt etwas Geduld: abbürsten und schälen, bei Bedarf dabei Handschuhe tragen, da der austretende Saft die Hände verfärbt. Tipp hierzu: gleich unter Wasser schälen! Danach in Wasser mit etwas Essig und Mehl oder Zitronensaft einlegen, damit sie weiß bleiben. Schwarzwurzeln eignen sich gut als Suppen- oder Eintopfzutat, gerieben im Salat mit Meerrettich oder einfach im Ofen gebacken. Lasst euch vielleicht hiervon inspirieren:
http://www.veganguerilla.de/schwarzwurzelcremesuppe/
http://www.chefkoch.de/rezepte/463231139413431/Knusprige-Schwarzwurzeln.html

Von September bis April werden auch Steckrüben (auch Kohlrüben oder Erdkohlrabis genannt) geerntet. Vielleicht weil sie mehrmals in Notzeiten die letzte Nahrungsreserve waren, sind sie heutzutage in Deutschland nicht so populär wie in anderen Ländern. Schade, da sie sich vielfältig verwenden lassen (gekocht, püriert oder auch roh, geraspelt im Salat) und einen kohlartigen Geschmack haben, aber auch fast jeden anderen Geschmack beim Kochen annehmen können. Probiert mal ein Rezept mit Steckrüben aus:
https://www.veganblatt.com/pueree-von-der-steckruebe-bratlinge
http://derbiokoch.de/2015/12/steckruebensuppe-vegan/

Außerdem

Green Market Winter Edition 17-18.12

Noch mal zur Erinnerung: Dieses Jahr sind wir beim Green Market Winter Edition dabei. Dieser findet am 17. und 18. Dezember auf dem Rollberggelände statt (http://greenmarketberlin.com).

Crowdfunding für den Film "Der marktgerechte Mensch"

Ein neues Projekt der Filmmacher, die „Wer Rettet Wen?“ „Water Makes Money“ und „Bahn unterm Hammer“ gedreht haben. Der Film wird von prekarisierenden Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, drohender Alterarmut, fehlender Solidarität und ökonomische Spaltung erzählen. Da das Projekt als „Film von unten“ entsteht – finanziert von denen, die ihn sehen und zeigen wollen, organisieren die Filmmacher eine Crowdfunding-Kampagne.
Mehr Info: http://marketable-people.org/index.php/de

Umfrage zur bio-veganen Landwirtschaft

Der Biohof Hausmann in Rochlitz (Sachen, ca. 240 km von Berlin entfernt) möchte bio-veganes Obst und Gemüse nach Berlin liefern lassen. Um zu wissen beispielsweise, wie viel die potenzielle Kundschaft bereit ist, für bio-veganes Gemüse zu zahlen oder wie bekannt den Menschen überhaupt das Thema ist, führt der Hof gerade eine Umfrage durch: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScYfpRzG3CxfN3soILXbMKVb8Q26ob-AC6IfAPFCa5uZQ8QaA/viewform?fbzx=4117961151261527000

Weihnachtsküfa und Film "Cowspiracy" 22.12.

Am Do, 22.12. veranstaltet die Berliner Tierbefreiungsaktion (BerTA) eine Weihnachtsküfa mit anschließendem Filmabend in der Friedel (Friedelstraße 54). Ab 19h wird es ein deftiges Weihnachtsessen geben. Im Anschluss (ca. 20:00) gezeigt wird der Film "Cowspiracy".

Dieser Dokumentarfilm begleitet einen unerschrockenen Filmemacher auf einer Odyssee, im Verlauf derer er Stück für Stück den zerstörerischsten Industriezweig aufdeckt, den unser Planet kennt und versucht Antworten auf die Frage zu finden, warum die führenden Umweltorganisationen der Welt Angst haben, darüber zu sprechen.

Diese ispirierende doch auch erschreckende Dokumentation enthüllt die verheerenden Auswirkungen, welche die industrielle Tierhaltung auf unseren Planeten hat.

Weihnachtsangebot

Der Markt für Weihnachtsprodukte ist größtenteils auf Vorbestellung basiert - wer nicht früh genug bestellt und da schon abschätzen kann, wieviel denn verkauft wird, geht im schlimmsten Fall leer aus. Wir werden immer noch davon überrascht, WIE früh die Vorbestellungen gemacht werden müssen. Auch bei pünktlicher Bestellung sind wir gleichzeitig lieber vorsichtig, da es uns wichtiger ist, nichts wegzuschmeißen als die Garantie dass wir auch am 23.12. noch Schoko-Weihnachtsmänner verkaufen können. Daher können wir nur empfehlen, Eurerseits auch früh einzukaufen, was schon da ist, weil wir nicht wissen, wie lange die einzelnen Produkte noch lieferbar sein werden. Aber gerade haben wir folgendes da:

festlicher Braten - L'Herbivore (auf Vorbestellung, Proben ab Mittwoch im Laden)
vegane Ente: als Frischware von Vantastic Foods: €6,50/500g (Filet) und tiefgefronen mit Dr. Pogo Label: €5,30/500g (Filet), €6,40/600g (in Stücken)
Stollen: €7,20/500g - Majas
Mixgebäck: €3,60/150g - Majas
Familienpunsch: €3,10 inkl. 15c Pfand/0,7l - Voelkel
Glühwein: €3,60/1l
Pfeffernüsse: €2,50/100g - Linea Natura
verschiedene Lebkuchen: Elisenlebkuchen von Christofs: €4,80/175g, Lebkuchenherzen von Rosengarten: €3,20/175g, Lebkuchenherz von BioBack: €1,70/42g, Lebkuchen-Pferd mit Schokolade o. mit Glasur und Schokolade: €2,50/75g von BioBack, Kirschbomben-Lebkuchen: €4,90/200g und Ananasbomben-Lebkuchen: €5,40/200g von BioBack
Schoko-Weihnachtsmann: €2,90/80g - Rosengarten
Schoko-Lolly: 0,80/15g - Rosengarten
Punsch- und Glühweingewürz: €1,90/10g - Lebensbaum
Saftige Bio-Printen in Zartbitterschokolade: €2,20/60g - BioBack
Bratenstücke - Vegusto (Lieferung nächste Woche)

Fertige Krapfen können wir dieses Jahr nicht anbieten, aber bestimmt könnt ihr Euch bei Brammibals Donuts eindecken. Tipps für experimentierfreudige Krapfenbäcker*innen unter euch gibt's hier:
https://www.nu3.de/blog/vegane-berliner-pfannkuchen/
oder hier: http://www.gutekueche.at/vegane-faschingskrapfen-rezept-21762
oder auch hier: http://www.veganisstbunt.de/project/rezept-fuer-vegane-berliner-krapfen/

Neue Produkte

IT'S COWTIME Kalendar: €18
Ein Kalenderprojekt zu Gunsten von Hof Butenland, dem Kuhaltersheim auf Butjadingen. 40 % des Erlöses gehen als Spende an Hof Butenland, um die Tierschutzarbeit von Jan Gerdes und Karin Mück zu unterstützen. Es werden über 20 Kühe in gezeichneten Portraits vorgestellt und ihre Geschichte erzählt. Zu finden gibt's auch Redewendungen rund um die Kuh. Im A5 Format (Lieferung nächste Woche).
Mehr Info: http://itscowtime.de/der-kalender/

Tofu Manufaktur Soy Rebels - Räuchertofu mit Wildkräutern aus 100% Deutschen Bioland Sojabohnen: €2,20/100g

Bienenwerder - Chili Sauce Fruit oder Smokey, €4,90/150ml

Es gibt auch viel Neues für Brot und Pfanne im Kühlregal - am besten ihr kommt vorbei und schaut es euch selber an.

Lustig

DHL trifft den Weihnachtsmann - ein Comic von Ralph Ruthe (http://www.ruthe.de)

 

 

Der Newsletter vom 13.10.2016:

Hallo liebe Freund*innen! Der Herbst ist da und es ist wieder Zeit für den Dr. Pogo Newsletter!

Aus dem Laden
- #Pogokarte – Gedanken zum rabattierten verpackungsfreien Einkauf von losen Waren, Obst und Gemüse
- Besuch von Betrieben im Wendland
- Ladenumbau
- Gemüsekunde
- Änderung Cafe Libertad Preise
- Nach der Dr. Pogo-Umfrage: Wir antworten auf Anregungen

Außerdem
- Berliner Tierbefreiungsaktion: Veranstaltungsreihe zur Einführung in den Tierrechtsgedanken
- Ausstellung: ANIMAL LOVERS
- Greenmarket 17-18.12

Neue Produkte
- Verano Acrata
- L'Herbivore
- Xylitol Candies
- Candy Farm Riegel
- Prints und Taschen von NoMasFronteras

Aus Newsletter Nr. 19
- Wichtiges
- und Lustiges

Aus dem Laden

#Pogokarte – Gedanken zum rabattierten, verpackungsfreien Einkauf von losen Waren, Obst und Gemüse

Unser Rabattkartensystem begann als Versuch und hat sich seither mit dem Laden enorm weiter entwickelt. Einige Aspekte der Weiterentwicklung sind sichtbar, etwa die kontinuierliche Vergrößerung unseres Angebots von Obst undGemüse sowie an losen Waren. Viele Veränderungen sind nicht sichtbar, doch sind mit dem Angebot auch erhöhte logistische Anforderung verbunden wie z.B: Lagerung, Verderblichkeiten, kompliziertere Abläufe und nicht zuletzt die Verwaltung von derzeit 185 Pogokartenverträgen. Schön, dass so viele von euch unser Rabattsystem nutzen! Nichtsdestotrotz wollen wir das bisherige Angebot an unverpackten Waren weiter vergrößern sowie die Qualität erhalten und verbessern.

Da es in Verbindung mit den Pogokarten immer mal wieder zu Missverständnissen kommt, wollen wir euch hiermit einige Gedanken unsererseits näherbringen und an die für uns zentralen Prinzipien von Selbstverantwortung und Vertrauen appellieren.

Mit der Pogokarte wollen wir ein Angebot schaffen, das für alle von Nutzen ist.
Für euch: verpackungfreies Einkaufen von möglichst widerspruchsarmen Grundnahrungsmitteln, günstiger als abgepackt und individuell portionierbar, je nach Bedarf.
Für uns: bessere Kalkulierbarkeit und ein schnellerer Durchlauf von verfallsanfälligen Produkten.

Und nicht zuletzt für alle: Weniger Müll für das „Great Pacific Garbage Patch“, dafür (Mehr | Nähr-)wert durch frische und unverarbeitete Nahrungsmittel.
Wir haben mit der Pogokarte bewusst ein möglichst einfaches Modell der verantwortlichen Selbsteinschätzung gewählt - ohne Einkommensnachweise, für unterschiedliche Einkaufsgewohnheiten oder Versorgungsgemeinschaften. Daher ist die Karte für Einzelpersonen und mit einem monatlichen Beitrag nach Selbsteinschätzung von mindestens fünf Euro pro Person. Die Personenbindung soll sicherstellen, dass Karten nicht zweckentfremdet werden. Sie ist nicht dafür gedacht, durch die Freundeskreise gereicht zu werden. Falls mehrere Leute von unserem Angebot Gebrauch machen wollen, bitten wir euch, einfach mehrere Karten zu machen oder den monatlichen Betrag nach eurer Einschätzung entsprechend hochzusetzen. Wir bitten euch weiterhin zu bedenken, dass sich der Mindestbeitrag von fünf Euro pro Monat meistens bereits mit einem mittelgroßen Einkauf von Obst und Gemüse und/oder loser Ware ausgeglichen hat.

Für die Personenbindung wünschen wir uns eine verbindliche Regelung – nicht weil wir Bürokratie dufte finden, sondern weil das sonst als 11-köpfiger Kollektivbetrieb nicht handhabbar ist. Die Kündigungsfrist haben wir so gewählt, weil Lastschrifteinzüge immer bereits im Voraus von uns angewiesen werden müssen. Daher brauchen wir einen gewissen Vorlauf und können da keine Ausnahmen machen.

Zu guter Letzt: Gerade weil es in den letzten Jahren so gut mit euch geklappt hat, liegt uns dieser Teil des Ladens sehr am Herzen und wir wollen ihn unbedingt erhalten und schon in naher Zukunft weiter ausbauen!

Momentan gibt es bereits bis zu 140 verschiedene Produkte (von diversen Sorten Obst und Gemüse, über Hülsenfrüchte und Pasta bis hin zu Gummibärchen), welche in die Pogo-Rabatt-Kategorie fallen. Und wir planen noch in diesem Jahr, das Angebot von verpackungsfreien Waren spürbar aufzustocken. Solltet ihr diesbezüglich Wünsche oder Empfehlungen haben… her damit!

Besuch von Betrieben im Wendland

Zwei unserer liebsten Betriebe kommen aus dem Wendland und da deren Produkte regelmäßig zu uns kommen, sind wir im August mal selbst hingefahren.
Dass hinter der Mosterei Karmitz eine Landkommune mit gemeinsamer Einkommensökonomie steckt, welche außerdem zu einem beträchtlichen Teil selbstversorgt gut leben kann, wird nicht allen klar sein, die sich über den leckeren Saft mit den nichtklebenden Etiketten freuen. Wir haben die reichhaltigen Gärten besichtigt (s. Fotos 1-2) und mit Kommunard_innen über solidarische Ökonomie und übers Alles-Anders-Machen geredet. Schön da! (siehe dazu die angehängten Fotos Nr. 3-4)

Die Tofurei Wendland ist nicht weit weg, wie alles im Wendland; ein Steinwurf oder zwei. Der Tofu aus Kollektivproduktion mit ganz besonderer Räuchernote wurde denn gleich bei der Herstellung inspiziert (s. Foto 5). Eigentlich sieht's ganz einfach aus... bloß so eine Sojamilchmaschine aus China, (s. Foto Nr.6) die müsste man haben. Der Tofu wird in sorgfältiger Handarbeit in einer ehemaligen Käserei (sozusagen gone vegan) hergestellt, durch die Vakuumierung ist der Tofu aus österreichischen Sojabohnen dann eine ganze Weile haltbar. Lecker...

Ladenumbau

Diese Ankündigung wird sicherlich nicht alle fröhlich machen: Ende Oktober planen wir einen Ladenumbau zu machen; ein wesentlicher Teil davon ist, unsere Café-Ecke in Verkaufsfläche umzuwandeln. Danach werden wir Kaffee und Snacks hauptsächlich als To-Go anbieten. Dafür aber wird mehr Platz entstehen um unser Sortiment zu erweitern und etwas zu entzerren. Langsam aber sicher sollen außerdem weitere Kategorien im Laden auftauchen, wie etwa dekorative Kosmetik und lose Reinigungsmittel. Eines Montags solltet ihr also eine Veränderung feststellen - wir freuen uns schon auf den frischen Wind im Verkaufsraum.

Kleine Gemüsekunde (Spezielles aus Bienenwerder)

Der Pattison-Kürbis (die weißen/gelben Ufos) ist ein beliebter Sommerkürbis. Dafür, dass es eine der ältesten erhältlichen Kürbissorten ist, lässt er sich sehr vielfältig verwenden. Grillen, braten, backen (am besten aushöhlen, herzhaft füllen und los) oder einfach mit anderem Gemüse zusammen kochen. Anwendung also wie Zucchini letztlich, aber im Geschmack trotz besserer Lagerfähigkeit doch irgendwie feiner und zudem eine richtige Augenweide. Schade, dass der Sommer vorbei ist und die letzten Patisson wohl schon sehr bald in diversen Bäuchen verschwunden sind.

Der Sweet Dumpling dagegen ist sehr lagerfähig, wobei mit dem Fortschreiten der kalten Jahreszeit seine Haut immer dicker wird und alsdann bald nicht mehr geeignet ist, mitgegessen zu werden. Wie der Name schon sagt, besticht diese Sorte durch ihren überaus süßen Geschmack und wird wohl deshalb von vielen als Lieblingssorte gewählt. Eine ganz simple Variante: als ganzes Backen, frisch aus dem Ofen aufschneiden und nur mit Margarine, Salz und Pfeffer auslöffeln. Ein Dumpling ist die perfekte Portion pro Person.

Änderung Café Libertad Preise

Einige Preise der Kaffeesorten von Café Libertad haben sich plötzlich geändert.
Die Ursache liegt im steigenden Dollar, der als Rohkaffeewährung in Honduras gilt, im Verhältnis zum fallenden mexikanischen Peso gegenüber dem Euro. Café Libertad gibt solche Preisveränderungen jährlich weiter, da den Kleinbäuer*innen dadurch gleichbleibend hohe Preise für ihren Rohkaffee zu garantiert werden und der Kaffee hier trotzdem erschwinglich bleiben soll.
 
Sorten mit zapatistischem Kaffee sind bei 500g daher um ca. 30 Cent günstiger, der "Las Chonas" ist jedoch um 25 Cent teurer geworden. Etwas teurer, um 5 Cent pro Packung, wird auch der gemahlene "Störtebeker" und "Sonador". Mehr dazu auf http://www.cafe-libertad.de und auf dem Infozettel an unserem Kaffeeregal im Laden.

                               
Nach der Dr.Pogo-Umfrage: Wir antworten auf Anregungen
1.Folge: Bio-veganer Gemüseanbau

Vor kurzem haben wir im Veganladen eine Umfrage durchgeführt, an der sicherlich manche von euch teilgenommen haben.
Wir haben viele interessante Erkenntnisse daraus gezogen. Heute und inden kommenden Newslettern, möchten wir auf Themen eingehen, die ihr angeregt, erfragt oder kritisiert habt.

In diesem Newsletter gehts los mit der Frage, warum wir nicht alles Obstund Gemüse, oder zumindest einen größeren Teil davon, ausbio-veganer Landwirtschaft anbieten.
Eine erste Antwort darauf ist einfach: Es gibt kaum Betriebe, die bio-vegan wirtschaften. Im Moment sind es im bundesdeutschen Raum um die 20 Betriebe, wie ihr in diesem Interview nachlesen könnt. Einige der rar gesäten bio-veganen Projekte sind auch keine kommerziellen Erzeuger, sondern CSAs,SoLaWis, Selbstversorgungsprojekte o.ä.
Wir hatten eine Zeitlang Kartoffeln aus bio-veganer Landwirtschaft, die wir ohne Großhändler direkt vom erzeugenden Betrieb bekommen haben.

Für einen Laden ist es wichtig, dass bestimmte Grundnahrungsmittel immer verfügbar sind. Deshalb müssen wir bei den allermeisten Produkten auf die Belieferung über den Bio-Großhandel zurückgreifen, solange uns keine tolleren Bezugsquellen wie z.B. (vegane)Landwirtschaftskollektive über den Weg laufen, die unseren Bedarf alternativ decken.
Obwohldas Biologisch-Vegane Netzwerk (BVN) schon vor über zehn Jahren gegründet wurde, ist eine Vereinsgründung erst für dieses Jahrvorgesehen. Die Vereinsgründung wäre die Grundlage dafür, dass Betriebe - ähnlich wie in den klassischen Bio-Anbauverbänden - vom Biologisch-Veganen Netzwerk darauf überprüft werden, ob sie die auferlegten Veganrichtlinien einhalten. Nur wenn dies gewährleistet ist, kann einem Produkt das Label „kontrolliert bio-vegan“verliehen werden.

Wir im Veganladenkollektiv würden es sehr begrüßen, wenn wir bald Handelspartner*innen hätten, die eine vegane Landwirtschaft umsetzen. Als Ladenkollektiv, das euch in erster Linie vegane, aber auch möglichst fair-/kollektiv produzierte und möglichst regionale Produkte anbieten möchte, sind wir allerdings darauf angewiesen,dass es da draußen irgendwo die Betriebe gibt, deren Ideale mit unseren übereinstimmen.

Bio-Lebensmittelsind bekanntermaßen teurer als konventionelle. Das liegt im Wesentlichen an dem um ein Vielfaches erhöhtes Maß an Handarbeit,die in den fertigen Bio-Lebensmitteln im Vergleich zu konventionellen drinsteckt und natürlich auch an Ernteeinbußen und eingeschränkteren Möglichkeiten der Haltbarmachung des Lagerguts, die Bioerzeuger*innen zu Ungunsten der Chemiekeulen hinnehmen müssen. Mit dem Bio-Boom sind Bio-Lebensmittel billiger geworden, weil sie in größerem Stil produziert werden. Es gibt viel mehr Bio-Betriebe als früher und diese können sich leicht auf zwei Kulturen, z.B.Kartoffeln und Erdbeeren spezialisieren. Durch diese Fokussierung sind sie eher in der Lage für diese beiden Kulturen z.B. einen Vollernter und eine Pflanzmaschine anzuschaffen und die Kartoffeln und Erdbeeren werden „bezahlbarer“. Wenn sich die bio-vegane Landwirtschaft in den nächsten Jahren etabliert, werden die produzierenden Betriebe wieder dort anfangen müssen, wo einst die Öko-Bewegung mit den Pionierverbänden Bioland, Naturland, Gäa und Demeter startete: Kleine Betriebe mit einer neuen Idee, die in kleinem Umfang (leider) vergleichsweise teure Produkte produzieren und dabei Qualitätseinbußen im Vergleich zu den konventionellen Pendants hinnehmen müssen. Das heißt z.B. Fraßschäden, unregelmäßiges Wachstum, sichtbare Zeichen von  Pflanzenkrankheitenan der Ware.
Die Frage ist dabei immer: Wer kann sich das leisten? Und es wird emanzipatorisch eingestellte Menschen vermutlich auch weiterhin spalten oder zumindest in heißen Diskussionen beschäftigen, ob es elitär sei Bio-Produkte zu kaufen... Aber von solchen Debatten einmal abgesehen, ist es uns als Kollektiv einfach ein Anliegen  euch sowohl ein - für Bio-Verhältnisse - relativ billiges Öl anzubieten und gleichzeitig das nicht gerade billige Olivenöl aus der anarchistischen Kooperative. Diesen Spagat zu schaffen, ist einer der Gründungsgedanken unseres Ladens.

Damit wollen wir nicht sagen: „Vegane Lebensmittel, die von grundauf bio-vegan angebaut wurden, sind teuer, Leute, lassen wir die Fingerdavon!“, sondern lediglich aufzeigen, was das für uns als Laden und euch als Käufer*innen mit verschiedenen Visionen von einer ausbeutungsfreieren Welt und mit unterschiedlich dickem Portemonnaie bedeutet.
Wenn euch die bio-vegane Landwirtschaft sehr wichtig ist, wäre ein Tipp der diese Widersprüche in den kommenden Jahre vielleicht überbrückt: Schließt euch den bio-vegan produzierenden CSAs und SoLaWis an. Unterstützt sie tatkräftig, um eine langfristige Perspektive für eine ertragreiche bezahlbare bio-vegane Landwirtschaft zu schaffen. Wir werden weiterhin versuchen bio-veganen Gärtner*innen und Landwirt*innen ihr Gemüse abzukaufen und alles was euch diese Initiativen (noch) nicht an Obst-, Gemüse-, Getreide-, und Hülsenfruchtvielfalt bieten können, könnt ihr weiterhin bei uns in einer noch nicht ganz veganen Interimsqualität mindestens bio-zertifiziert käuflich erwerben.

Außerdem

Berliner Tierbefreiungsaktion: Veranstaltungsreihe zur Einführung in den Tierrechtsgedanken

Die Veranstaltungsreihe läuft zwar schon, aber einige Vorträge und ein Filmaabend erwarten euch noch. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird der Zusammenhang von globalem Klimawandel, Ressourcenverknappung und Tiernutzung beleuchtet und diskutiert. Weiterhin wird der Umgang mit Tieren in unserer Gesellschaft thematisiert und hinterfragt. Mehr Info und Termine hier: http://berta-online.org/

Ausstellung: ANIMAL LOVERS

Die künstlerischen Arbeiten geben Impulse für ein neues Verständnis der Beziehungen zwischen Menschen und Tieren und regen eine Anerkennung von Tieren als gleichberechtigte Gegenüber an. Mensch-Tier-Verhältnisse sind gesellschaftlich gemacht und damit veränderbar.  Die ausgewählten Arbeiten verhandeln kritisch bestehende Ungleichverhältnisse, sie legen Widersprüche und Klischees im alltäglichen und medialen Umgang mit Tieren offen.

15. Oktober - 27. November 2016 bei nGbK, Oranienstraße 25, Eröffnung mit Performance am 14. Oktober!
http://ngbk.de/development/index.php?option=com_content&view=article&id=433&lang=de#2016-10-14


Greenmarket Winter Edition 17-18.12

Dieses Jahr sind wir beim GreenMarket Winter Edition dabei. Dieser findet am 17. und 18. Dezember auf dem Rollberggelände statt (http://greenmarketberlin.com/).

Neue Produkte

L'Herbivore: Malzbier-Tomate-Grillscheibe, Smoky-Bratscheibe, Kräutergrillscheibe, Bratstreifen, Hack, Grillwürstchen: 3,40-3,60€/160-200g
Seit Anfang 2016 produziert L'Herbivore in ihrer Küche in der Petersburger Straße in Berlin Seitan-Lupinen-Spezialitäten. Alles ist 100% bio, 100% vegan und 100% handgemacht. Verarbeitet werden vorzugsweise regionale Produkte, zum Beispiel Sonnenblumen- und Rapsöl statt Palmfett.
http://lherbivore.de/

Verano Acrata: Rotwein aus anarcho-syndikalistischem Netzwerk von Kollektivbetrieben: 8,50€/0,75l
Der kräftige Rotwein aus der Region Burgos (Spanien) ist ein Tribut und Andenken an die Generation libertärer und anarchistischer Aktivist_innen im Sommer der Anarchie vor 80 Jahren! Hergestellt in einem CNT (IAA) organisierten Betrieb und bio-zertifiziert. Er wird in Berlin hauptsächlich in Geschäften vertrieben, die wie Dr. Pogo in der Union Coop organisiert sind.
Union Coop? schonmal gehört, was ist denn das? Bereits jetzt gibt es Flyer bei uns im Laden, demnächst geht auch www.union-coop.org/ mit mehr Inhalten als bislang online.

Xylitol Candies in Geschmacksorten Schokolade, Caramel Coffee und Himbeere: 2,50€/100g (als lose Ware)!
Für Diabetiker*innen geeignet.

Candy Farm: Handgemachte Riegel aus Berlin mit dunkler Schokolade, 2,40-2,50€/30-35g

Prints und Taschen von NoMasFronteras: Zwei Brüder versuchen über diese Möglichkeit ihre Familie nach Europa zu holen. Leider können wir die Prints und Taschen im klassischen Tattoostyle im Laden nicht verkaufen. Deshalb machen wir auf diesem Wege darauf aufmerksam.

http://nomoreborders.bigcartel.com/

"We are Diego and Roberto, two old school vegan brothers who have the best veggie parents that anyone could ever wish for, but for the last twelve years, we have been separated from them by the great distance between two continents: Europe and South America. Our parents live in Uruguay and we live in Germany and Spain. We came to Europe as many immigrants do: to try to forge a better future for us and for our family back home. We have been working here and sending money back to them every month as support. We have been dreaming in hopes that someday things will change and we will all be able to live together as a family once again. But sometimes you can´t accomplish on your own everything that you wish for. This is the reason we are selling these benefit full-color beautiful prints, designed with the help and support of friends who are tattoo artists."


Aus Newsletter Nr. 19

Viele von Euch haben den Newsletter nicht bekommen, weil es einen Fehler bei der Adressierung gab. Die noch immer relevanten Infos deshalb nochmal in Kürze:

Danone hat WhiteWave Foods und damit auch die Tochterfirmen Alpro sowie Provamel geschluckt.
Deshalb verkaufen wir keine Provamel Produkte mehr.

Neuprodukte:

SOLIMATE 1,75€/0,33l inkl. 0,25€ Pfand
http://solidrinks.de/

Zuziehbeutel: Statt Papiertüten zu benutzen, könnt ihr jetzt bei uns Stoffbeutel für lose Ware in drei Varianten kaufen: klein (1,10€), mittel (1,20€) und groß (1,50€).
 
Recycling WC-Papier: 3,40€ / 8 Stück
Recycling Küchenrolle: 4,50€ / 4 Stück
Recycling Taschentücher: 2,60€ / 15 Stück
Recycling Kopierpapier: 3,50€ / 500 Blatt

Lustig

Es gibt einen Pogo-Knigge! Das ist ein kleiner, mit viel Humor und Liebe zum Detail gestalteter Comic, den wir euch sehr gern komplett zeigen würden. Online gibt es allerdings nur ein Kapitel zu sehen:

http://hochpolitisch.de/comics_pogo.html